Auszeichnung

„Sun Song“ gewinnt Hauptpreis auf Hamburger Kurzfilmfestival

In dem Experimentalfilm des Amerikaners Joel Wanek geht es um eine Busreise und bewegungslose Passagiere. Rund 15.000 Zuschauer haben die Veranstaltungen des sechstägigen Festivals in Hamburg besucht.

Hamburg. „Sun Song“, ein Experimentalfilm über eine Busreise bei Sonnenlicht, hat den mit 3000 Euro dotierten Hauptpreis des Internationalen Kurzfilmfestivals in Hamburg gewonnen.

Der 15-Minuten-Streifen des Amerikaners Joel Wanek porträtiere die bewegungslosen Buspassagiere feinfühlig und rhythmisch, erklärte die Jury am Sonntag zur Begründung. Die höchstdotierte Auszeichnung, der Arte-Kurzfilmpreis, ging an Matthias Müller und Christoph Girardet für ihren Experimentalfilm „Cut“ (Wunde). Sie thematisieren in knapp 13 Minuten immer wiederkehrende Schmerz- und Gefühlszustände – den ewigen Zustand der Menschheit, wie es hieß. Die Auszeichnung umfasst den Ankauf des Werks für bis zu 6000 Euro und die Ausstrahlung durch den deutsch-französischen Kultursender. Rund 15.000 Zuschauer hätten die Veranstaltungen des sechstägigen Festivals besucht, teilte ein Sprecher mit. 200 Filmemacher aus dem In- und Ausland kamen zur 30. Auflage des Festivals, 300 Kurzfilme aus mehr als 40 Ländern standen auf dem Programm.

Wer die Filme der Preisträger sehen möchte, hat dazu am Pfingstmontag die Gelegenheit. Die prämierten Kurzfilme sind ab 19.15 Uhr in den Zeisehallen zu sehen.