Das ZDF stellt sich Vorwürfen zu Fußball-Werbespot

Berlin. Ein lustig gemeinter Werbespot für die Fußball-EM der Frauen hat dem ZDF Sexismus-Vorwürfe eingebracht. In dem etwa 20 Sekunden langen Film steigt eine junge Frau im Dress der Nationalelf in einen Waschkeller hinab, dribbelt einen verschmutzten Ball und schießt ihn dann in die Trommel einer Waschmaschine. In der Trommel wird der Ball gewaschen, während die Spielerin oben drauf sitzt. Dann sagt eine Frauenstimme aus dem Off den Satz „Ball sauber in Schweden“ und wirbt für die ZDF-Übertragung des Spiels Deutschland – Niederlande am Donnerstag aus Vaxjö (Schweden). Der Werbefilm löste bei Twitter und Facebook Kritik und Spott aus.

Der Mainzer Sender stellte sich am Freitag offensiv den Vorwürfen. Die Onlinenutzer redeten „nicht wirklich positiv“ über diesen Spot, sagte der Social-Media-Verantwortliche beim ZDF, Michael Umland, im „Morgenmagazin“. Ihm sei so eine Kritikwelle an einem ZDF-Werbefilm neu.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey warb unterdessen für Gelassenheit: „Ich finde, wir sollten es mit der Political Correctness nicht übertreiben. Ein Spot soll ja auffallen, der soll Interesse erwecken. Das ist in der Angelegenheit wirklich gelungen. Da guckt man hin; und damit ist die Sache für mich wirklich auch erledigt.“