„Stuttgarter Manifest"

Trickfilmer fordern mehr Sendeplätze

Stuttgart. Die Trickfilmer haben die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender aufgerufen, Animationsfilmen in ihrem Programm mehr Platz einzuräumen. Die AG Animationsfilm beschloss am Wochenende im Rahmen des Internationalen Trickfilmfestivals (ITFS) ein „Stuttgarter Manifest“, in dem sie die schlechte Stellung des Animationsfilms in Deutschland beklagt. Gerade für Erwachsene gebe es kaum Angebote bei ARD und ZDF. Dieser Mangel müsse durch gezielte Förderung behoben werden. ARD und ZDF seien im Rundfunkstaatsvertrag zur vielfältigen Programmgestaltung verpflichtet. Nach Ansicht des Vereins kommen die Sender dieser Aufgabe nicht nach. Die Trickfilmer fordern außerdem Einblick in die Budget- und Sendeplatzentwicklung und wollen in zuständige Förder- und Kontrollgremien einbezogen werden. Das ITFS, das am Sonntag endete, zählt mit mehr als 1000 gezeigten Filmen weltweit zu den größten Festivals seiner Art.