Aufklärung

Ausstellung will Vorurteile zu Juden hinterfragen

Frankfurt/Main. Mit einer großen Ausstellung will das Jüdische Museum in Frankfurt Vorurteile zu Juden und Geld hinterfragen. Unter dem Titel „Juden. Geld. Eine Vorstellung“ informiert das Haus im ehemaligen Rothschild-Palais über Vorstellungen, die seit dem Mittelalter das Bild des wohlhabenden Juden prägen. Zugleich stellt es mittelalterlichen Geldverkehr, Hofjuden und jüdische Bankiers des 19. und 20. Jahrhunderts vor. „Die Ausstellung will das Nachdenken über Bilder anregen, die heute noch in unseren Köpfen sind“, sagte die Kuratorin Liliane Weissberg. Die Schau befasst sich laut Museumsdirektor Raphael Gross mit einer der zentralen antisemitischen Vorstellungen. „Wir wollten nicht das Klischee vom reichen Juden fortschreiben“, erklärte er.

Zu sehen sind bis zum 6. Oktober mehr als 200 Objekte vom 13. Jahrhundert bis heute – darunter Schuldurkunden und Hauptbücher, Gemälde, Skulpturen, Filme und Fotografien.