Teil 5: Das Klima auf der Insel

England ist immer wieder für eine Überraschung gut. Die heutige hat nichts mit Kunst zu tun, sondern mit der Energie, mit der das Land Entwicklungen nachholt, die es verschlafen hat.

Vor ein paar Jahren konnte man auf der Insel ja durchaus noch Menschen auf der Straße zu Lachanfällen verhelfen, indem man sie nach einem Papiercontainer gefragt hat. Mülltrennung war, wie BSE, etwas für Deutsche oder andere Verwirrte vom Kontinent.

Nun ist London nicht nur die erste Stadt mit einer wirklich funktionierenden City-Maut, sondern auch der Ort, in dem der Ökonom Sir Nicholas Stern den Bericht über die wahnwitzigen ökonomischen Folgen des Klimawandels geschrieben hat. Es ist auch die Stadt, die den weltweit ehrgeizigsten Climate Action Plan entwickelt hat.

Seit letztem Jahr gibt es in London das erste CO⊃2; neutrale Theater (zero carbon) und kürzlich trafen sich auf Einladung des Instituts of Cultural Leadership Leiter von Kulturinstitutionen einen Tag lang im National Theatre. Sie unterhielten sich nicht nur darüber, welchen Beitrag Kulturinstitutionen zur Energieeinsparung leisten können, sondern vor allem darüber, wie sie ihre öffentlichkeitswirksame Position dazu nutzen können, eine treibende gesellschaftliche Kraft zu diesem Thema zu werden. Das wundert ...