Alfred Schnittke: Festival

Hamburger Spuren

Alfred Schnittke und Hamburg - das war eine ganz besondere, intensive und langjährige Beziehung. Schon 1983 hatte Ballettchef John Neumeier für...

Alfred Schnittke und Hamburg - das war eine ganz besondere, intensive und langjährige Beziehung. Schon 1983 hatte Ballettchef John Neumeier für seine Choreographie "Endstation Sehnsucht" Musik aus Schnittkes erster Sinfonie verwendet; einige Jahre später schrieb der deutsch-russische Komponist im Auftrag der Staatsoper seine Ballettmusik zu Hendrik Ibsens dramatischem Gedicht "Peer Gynt".

1990 übersiedelte Schnittke dann mit seiner Familie nach Hamburg und übernahm eine Professur an der Hochschule. Er wurde mit dem Bach-Preis ausgezeichnet und vollendete seine Oper "Historia von D. Johann Fausten", die 1995 an der Staatsoper ihre Uraufführung erlebte. 1998 verstarb der Komponist schließlich im Universitätsklinikum Eppendorf, nachdem er bereits von mehreren Schlaganfällen gezeichnet war.

Aus Anlass seines zehnten Todestages erinnert die Musikhochschule nun an ihren einstigen Lehrer mit einem kleinen Festival unter dem Motto "Alfred Schnittke - ein musikalischer Flaneur". Eine treffende Überschrift für das Schaffen eines Komponisten, der ganz unterschiedliche Einflüsse und musikalische Genres zu einer neuen Klangsprache amalgamiert hat: In seinen Werken überlagern sich Elemente aus der Unterhaltungsmusik mit Anklängen an barocke, romantische und moderne Gesten. Das Ensemble 21 überträgt diesen kunstvollen Stilmix auf eine weitere Ebene und präsentiert eine Collage aus kammermusikalischen Stücken, russischen Texten und Filmausschnitten.

Einen Tag später kombiniert das Ensemble Integrales Schnittkes Musik mit Werken von Sofia Gubaidulina und Sergej Newski.


Schnittke-Festival mit Konzerten und Vorträgen: 15. und 16.11.