Nominiert für Oscars und britischen Filmpreis

Michael Haneke kann auf weitere Filmtrophäen hoffen

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„Das weiße Band" von Michael Haneke ist kurz nach dem Golden-Globes-Gewinn nun unter den Favoriten für Oscars und britischen Filmpreis.

Los Angeles. Der deutsch-österreichische Film „Das weiße Band“ hat eine weitere Hürde im Oscar-Rennen mit Erfolg genommen.

Wie die Filmakademie in Hollywood mitteilte, konnte sich das Schwarz-Weiß-Drama von Regisseur Michael Haneke auf einer Liste von neun ausländischen Filmen platzieren. 65 Länder hatten in diesem Jahr einen Film ins Rennen um den Oscar in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film eingeschickt. Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences haben daraus nun die „Shortlist“ mit neun Favoriten ausgewählt.

Aus diesem Pool werden Ende Januar von Oscar-Gremien in New York und Los Angeles fünf Kandidaten für die Endrunde bestimmt. Die Nominierungen in allen Kategorien werden am 2. Februar bekanntgegeben. Die Vergabe der Filmtrophäen geht dann am 7. März zum 82. Mal über die Bühne.

„Das weiße Band“, das die Geschichte seltsamer Unfälle in einem norddeutschen Dorf in den Jahren 1913/14 erzählt, hatte in der Nacht zum Montag den Golden Globe als bester ausländischer Film gewonnen. Der Film wurde im vorigen Jahr unter anderem mit der Goldene Palme in Cannes und dem Europäischen Filmpreis gekürt. Haneke, 1942 in München geboren, ist zwar Österreicher, aber sein Film ist eine deutsche Produktion, die an Schauplätzen in Ost- und Norddeutschland gedreht wurde.

Der deutsche Beitrag tritt gegen Filme aus Argentinien, Australien, Bulgarien, Frankreich, Israel, Kasachstan, Peru und den Niederlanden an.

„Das weiße Band“ hat zudem Chancen auf den renommiertesten britischen Filmpreis. Die Erfolgsproduktion wurde in London für den Bafta in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film nominiert. Er konkurriert unter anderen mit dem spanischen Film „Zerrissene Umarmungen“ von Pedro Almodóvar und dem französischen Streifen „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ mit Audrey Tautou. Der Österreicher Christoph Waltz wurde als bester Nebendarsteller für „Inglourious Basterds“ nominiert.

Favorit auch bei den Orange British Academy Film Awards ist jedoch das Science-Fiction-Spektakel „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Das Werk von „Titanic“-Regisseur James Cameron bekam acht Nominierungen, darunter als bester Film und für die beste Regie. Ebenso viele Nominierungen heimsten das britische Drama „An Education“ und das Kriegsdrama „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ ein.