Betrugsverdacht

NDR beziffert Schaden auf 47 000 Euro

47 000 Euro - um diese Summe soll die suspendierte NDR-Fernsehspielchefin Doris J. Heinze den Sender geschädigt haben.

Hamburg. Die unter Betrugsverdacht stehende Ressortleiterin hat nach einem Bericht des Magazins "Focus" insgesamt 94 000 Euro Honorar für zwei Drehbücher und ein Treatment erhalten, als fest angestellter Mitarbeiterin hätte ihr aber nur die Hälfte zugestanden. Heinze hat zugegeben, dass sie unter dem Tarnnamen Marie Funder Drehbücher geschrieben hat. Zuvor hatte sie eingeräumt, dass sie ihrem Mann Claus Strobel unter Ausnutzung ihrer Position Vorteile verschaffte - er soll unter dem Pseudonym Niklas Becker fünf Drehbücher verfasst haben. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen Betrugsverdachts, der NDR bereitet eine fristlose Kündigung vor.

Neben der Reputation droht der 60-Jährigen zudem der Verlust der Pensionsansprüche. "Das prüfen wir", sagte NDR-Sprecher Martin Gartzke der "Bild am Sonntag".