ARD-Krimiserie

Zu viele schreckliche Bilder: "Polizeiruf" wird verschoben

Inge Treichel

Foto: BR/Martina Bogdahn / BR/Martina Bogdahn/Bildarchiv

Der Bayerische Rundfunk hat entschieden: Der Münchner "Polizeiruf 110" mit Kommissar Hanns von Meuffels darf erst ab 22 Uhr gesendet werden.

München. Der ARD-Krimi „Polizeiruf 110 – Denn sie wissen nicht, was sie tun“ wird erst ab 22.00 Uhr gesendet. Das gab der Bayerische Rundfunk als Produzent am Montag bekannt. Fernsehdirektor Gerhard Fuchs begründete seine Entscheidung mit den Bedenken der Jugendschutzbeauftragten Sabine Mader gegen eine Freigabe für Zuschauer ab zwölf Jahren. Der Tag der Ausstrahlung steht noch nicht fest. Bisher war der Sonntag, 25. September, geplant.

In der Krimifolge explodiert in einem Tunnel vor einem Fußballstadion eine Bombe. Es gibt viele Tote und Verletzte. Schnell wird klar, dass es eine zweite Bombe geben muss. „Die Vielzahl der schrecklichen Bilder nach dem Selbstmordattentat im Tunnel und die durchgängig gehaltene Spannung durch die Angst vor einem weiteren Attentat sind für Kinder als problematisch anzusehen“, sagte Mader. Die „Polizeiruf“-Folge ist der zweite Fall von Hauptkommissar Hanns von Meuffels. Er wird von Matthias Brandt gespielt, der am 21. August seinen Einstand als neuer Ermittler hat.

Die zuständige Redakteurin Cornelia Ackers erklärt im Presseheft zum „Polizeiruf 110“ auf die Frage, ob solche Filme die Angst vor Attentaten schüren können: „Wenn man das glaubt, dann dürfte man keine Filme über vergiftete Lebensmittel, über Wirtschaftskrisen oder Flugzeugentführungen machen. Das Thema ist ein Bestandteil unseres Lebens und nicht unsere Erfindung.“ (dapd)