Kinostart: 9. Juni

Eine tobende Diva, die sich von ihrer schönsten Seite zeigt

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Neben den faszinierenden Landschaftsbildern bringt der Film Geschichten über Küstenorte und die dort lebenden Menschen auf die Leinwand.

Die Hauptdarstellerin ist eine Diva: Sie kann toben und schäumen - ist unberechenbar. Doch hier, im Visier der Kamera, präsentiert sie sich nur von ihrer allerschönsten Seite: "Die Nordsee von oben" ist der erste Kinofilm, der die Nordsee 90 Minuten lang ausschließlich aus der Vogelperspektive zeigt. Ein Leinwandflug von Ostfriesland bis Sylt, über Halligen und Wattenmeer. Die Idee zu dem Projekt hatten zwei in Frankfurt lebende Filmemacher. Dass wenigstens einer von ihnen eine echtes Nordlicht sein muss, liegt auf der Hand - und ist schon in den ersten Filmminuten zu hören: "Zum ersten Mal sehen wir die Nordsee aus der Vogelperspektive und sind hin und wech", sagt Regisseur Christian Wüstenberg mit unverkennbar norddeutschem Slang.

Neben den faszinierenden Landschaftsbildern bringt der Film Geschichten über Küstenorte und die dort lebenden Menschen auf die Leinwand. Der Zuschauer erhält Zahlen und Fakten etwa über Europas drittgrößten Autoverladehafen Emden und hört Anekdoten wie die über die Arbeit zweier echter Nordsee-Originale: Knud Knudsen, Watt-Briefträger von Pellworm, und Fiede Nissen, Post-Schiffer für die Halligen.

Bewertung: empfehlenswert

Die Nordsee von oben D 2011, 93 Min., o. A., R: Silke Schranz, Ch. Wüstenberg, täglich im Abaton, Do-So im Koralle; www.die-nordsee-von-oben.de