Rauheit und Poesie aus dem Saxofon im Hafenbahnhof

Hafenbahnhof. "Sebastian Gilles Art" heißt eine spannende Konzertserie im Jazzraum Hafenbahnhof, die den Tenorsaxofonisten Sebastian Gille seit einigen Monaten in lockerer Folge in immer anderen Konfigurationen ins Zentrum rückt. Zur elften und vorletzten Ausgabe tritt Gille heute Abend im Quartett mit dem Berliner Gitarristen Ronny Graupe, Sven Kerschek an Bass und Gitarre sowie dem Kölner Schlagzeuger Jonas Burgwinkel auf. "Ich bin sehr glücklich, wieder so individuelle und herausragende Musiker der deutschen Jazzszene im Jazzraum begrüßen zu dürfen", schreibt Gille.

Der im Jazzstudiengang an der hiesigen Musikhochschule ausgebildete Bläser ist die seit Jahren stärkste Einzelbegabung der improvisierten Musik, die Hamburg sich auf die Fahne schreiben kann. Stilistisch wandlungsfähig und doch auf seine Art ein kompromissloser Spieler, versöhnt Gille in der Tradition der großen amerikanischen Tenoristen Rauheit und Poesie miteinander und schreckt auch vor den Schönheiten freier Musik nicht zurück. Sein Tenor ist übrigens 75 Jahre alt.

Sebastian Gilles Art XI heute 21.00, Hafenbahnhof (Bus 112) Große Elbstraße 276, Eintritt: 4,-