Viel Lob für Kulturhauptstadt Ruhrgebiet

Gelsenkirchen. Das Kulturhauptstadt-Jahr Ruhr.2010 endete genauso, wie es begann: mit Schnee und frostigen Temperaturen. Der guten Laune im Ruhrgebiet tat das aber keinen Abbruch. Zum Abschluss gab es viel Lob für den gemeinsamen Auftritt der Revier-Kommunen. "Es war ein fantastisches Jahr", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am Sonnabend beim Festakt-Finale in Gelsenkirchen. Das Programm habe die Menschen im Ruhrgebiet stolz gemacht. Ruhr.2010-Chef Fritz Pleitgen sprach von einer "Bürgerbewegung für die Kultur".

An den mehr als 5000 Veranstaltungen hatten rund 10,5 Millionen Menschen teilgenommen - ein Besucherrekord in der Geschichte der europäischen Kulturhauptstädte. Das Programm vermischte Spitzenkultur mit Veranstaltungen für jedermann wie der Sperrung der Autobahn 40 für Kulturdarbietungen. Zum Abschluss gab es eine Festshow an vier Standorten - neben der zentralen Show mit Musik, Artistik und eingespielten Filmen in Gelsenkirchen wurde nach Duisburg an den Innenhafen, Essen und in das Dortmunder Kulturzentrum "U" geschaltet. Das "U" war zuvor mit einer Ausstellung moderner Kunst aus dem Pariser Centre Pompidou komplett eröffnet worden. Im kommenden Jahr werden die Städte Tallinn in Estland und Turku in Finnland europäische Kulturhauptstädte.