Unklarheiten bei Sparbeschluss zum Schauspielhaus

Hamburg. Statt, wie vom Senat beschlossen, insgesamt 2,4 Millionen Euro (1,2 Millionen pro Spielzeit) muss das Deutsche Schauspielhaus nun, so wurde auf dem Kulturgipfel dieser Woche entschieden, nur 1,5 Millionen einsparen. Ein "für alle Seiten annehmbares Ergebnis", wie es heißt. Spielstätten müssen nicht geschlossen werden. Die Summe verteilt sich auf zwei Spielzeiten. Ob es danach allerdings bei der dann abgeschmolzenen Zuwendungssumme bleibt oder ob die Einsparungen fortgeschrieben werden, darüber herrscht derzeit noch Unklarheit.

Bürgermeister Ahlhaus, so ist aus dem Theater zu hören, habe erklärt, dass es nicht bei einer Fortschreibung der Kürzungssumme bleiben soll. Kultursenator Reinhard Stuth ist dagegen überzeugt: "Der künftige Zuschuss wird geringer sein als heute." Interims-Intendant Jack Kurfess hat jedenfalls beim Kulturgipfel unmissverständlich klargemacht, dass das Schauspielhaus nicht jährlich auf 1,2 Millionen verzichten kann, ohne dann nicht doch Spielstätten wie das Junge Schauspielhaus schließen zu müssen. "Wir sind gerupft worden", sagt er, "aber es ist machbar." Modernisierungsmaßnahmen, die auch Verschlankung bedeuten, haben am Schauspielhaus ohnehin bereits begonnen. Kultursenator Stuth ist sicher, dass man am Theater Geld einsparen kann, ohne den künstlerischen - den einzig frei verfügbaren - Etat anzugreifen. Das Theater fragt sich: "Ach ja?"