Dieter Wedel inszeniert Jud-Süß-Stoff

Worms. Wormser Nibelungen-Festspiele ohne Nibelungen: Diese Premiere hat nach Einschätzung der Veranstalter gut geklappt. "Die Akzeptanz des Publikums war sehr groß. Wir haben gesehen, dass man auch was anderes als die Nibelungen machen kann", sagte eine Sprecherin der Festspiel-Gesellschaft. Die sieben Aufführungen des Stückes "Teufel, Gott und Kaiser" über den Stauferkaiser Friedrich II. waren komplett ausgebucht.

Für das kommende Jahr hat Intendant Dieter Wedel eine Inszenierung des Jud-Süß-Stoffes auserkoren. Dabei geht es um das Schicksal des später auch von den Nationalsozialisten für ihre Propaganda missbrauchten Juden Joseph Süß Oppenheimer.

In diesem Jahr hatte sich das Geschehen erstmals nicht um den Nibelungenstoff gedreht. Stattdessen hatten Schauspieler wie Heinz Hoenig, Dirk Bach und Meret Becker eine Collage über Friedrich II. aufgeführt - unter erschwerten Bedingungen. Der stark gekürzte Etat der Festspiele hatte nur zwei Wochen Proben erlaubt.