Lyrik, Prosa und Gesang treten in den Wettstreit

Hamburg. Eine Hochburg des Wettdichtens und -lesens ist Hamburg bereits. Aber auch die A-cappella-Musik verschafft sich hier Gehör: Im September steigt in der Hansestadt mit "acappellica" das erste internationale Hamburger Vokal-Festival. Da lag es durchaus nahe, Dicht- und Gesangskunst mal zusammenzubringen. Das geschieht unter dem Motto "Poetry Slam meets A-cappella: Hamburgs Dichter sind dran". Zum Dichterwettstreit, der vom Budni-Forum Kunst & Kultur ins Leben gerufen wurde, hat eine Vorjury unter fast 300 Bewerbern 64 Finalisten für vier Abende ausgewählt. Das Publikum entscheidet, wer die je zwei Hauptpreise im Wert von 500 Euro pro Slam erhält. Die Preisstifter wollen damit noch unbekannte Künstler aus dem Großraum Hamburg unterstützen.

Die vier beteiligten A-cappella-Gruppen sind wettbewerbserprobt. Das ostdeutsche Vokal-Jazz-Ensemble tonalrausch, das heute zum Auftakt im Bergedorfer Haus im Park singt, war erst Ende November im Theater im Hafen Finalist des "Jugend kulturell"-Förderpreises, ebenso das Wortart Ensemble. Das vielseitige Quintett aus Leipzig passt zum Poetry Slam, hat es sich doch auf die Vertonung zeitgenössischer Lyrik bis hin zu Texten Wolf Wondratscheks und Sarah Kirschs spezialisiert. Zu hören am Freitag im Rudolf-Steiner-Haus. Mit dem Quartett quasi unisono, am Mittwoch in der Kammeroper zu Gast, und der Gruppe KlangGold, am Sonnabend im Bunker-Klub, wollen auch Hamburger Bands zeigen, wie sich Lyrik, Prosa und Gesang ergänzen. Man muss nur hingehen und -hören.

Poetry Slam meets A-cappella heute 20.00, Theater Haus im Park (S Bergedorf + Bus 235), Gräpelweg 8; Mi 1.2., 20.00, Hamburger Kammeroper (Bus 15, 20, 25), Max-Brauer-Allee 75; Fr 3.2., 20.00, Rudolf-Steiner-Haus (Bus 109), Mittelweg 11; Sa 4.2., 19.00 Uebel & Gefährlich (U Feldstraße), Feldstr. 66, Eintritt jew. 9,80