Lebensbeichte

Christa Wolf: "Ausharren in der DDR hat sich gelohnt"

Berlin. Die Schriftstellerin Christa Wolf ("Kindheitsmuster") ist überzeugt, dass sich ihr Ausharren in der DDR gelohnt hat. Sie habe so "eine der ganz wenigen Revolutionen der deutschen Geschichte" miterleben dürfen, sagte die 81-jährige Autorin in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In ihrem neuen Buch "Stadt der Engel", das am 21. Juni erscheint, setzt sich Wolf auch mit ihrer Beziehung zur Stasi auseinander. Sie wurde nicht nur über Jahrzehnte von der Staatssicherheit bespitzelt, sondern kooperierte in den Jahren 1959 bis 1962 selbst mit dem DDR-Geheimdienst. Das Thema habe sie nicht umgehen wollen, sagte Christa Wolf. "Es war einer der Anlässe dafür, dass ich dieses Buch geschrieben habe."