Elbphilharmonie und Laeiszhalle

Suche nach Sponsoren schwierig ohne Eröffnungstermin

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Intendant Lieben-Seutter stellte das Programm 2010/2011 vor, bezieht aber für die Saison 2012/2013 schon optimistisch die Elbphilharmonie mit ein.

Hamburg. Der ungewisse Eröffnungstermin der Hamburger Elbphilharmonie stellt den Intendanten Christoph Lieben-Seutter vor Probleme. „Es ist nicht so einfach, Sponsoren heranzuziehen, wenn wir nicht wissen, wann die Eröffnung sein wird“, sagte der 45-Jährige Österreicher am Donnerstag in Hamburg.

Daher plane er die Saison 2012/2013 im Moment für Elbphilharmonie und Laeiszhalle. „In ein paar Wochen müssen wir uns einigen, ob die Planung doch nur für die Laeiszhalle sein wird – aber vielleicht gibt es ja demnächst Neuigkeiten und wir können die Saison 2012/2013 doch in der Elbphilharmonie eröffnen.“ Ursprünglich sollte das spektakuläre Konzerthaus 2010 fertig sein. Doch es kam immer wieder zu Terminverschiebungen und Kostenexplosionen.

Lieben-Seutter stellte die zweite Spielzeit der Elbphilharmonie Konzerte in der traditionellen Laeiszhalle vor. Besonders stolz ist er darauf, einige der weltbesten Orchester zu präsentieren, darunter die Wiener Philharmoniker, das königliche Concertgebouw Orchester Amsterdam und die New Yorker Philharmoniker. Am 22. Mai sind die Berliner Philharmoniker nach fünf Jahren zum ersten Mal wieder in der Stadt.

Im Mittelpunkt der Saison 2010/2011 stehen vier Residenzkünstler, darunter nach Meinung Lieben-Seutters „der beste Dirigent unserer Zeit“, der lettische Maestro Mariss Jansons. Mit vier Konzerten und einem Kinoabend gastiert der „eigenwillige und unberechenbare“ polnische Pianist Piotr Anderszewski. Das „weltbeste Kammerorchester“, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, kommt mit drei Konzerten in die Hansestadt. Publikumsliebling und Mahler-Spezialist Thomas Hampson bestreitet drei von insgesamt sechs Konzerten im Rahmen des Jubiläumsprogramms „Mahler in Hamburg“.

Mit innovativen Projekten sind die Elbphilharmonie Konzerte wieder auf Kampnagel zu Gast. Neu ist die Serie „ePhil“, die experimenteller Elektronik gewidmet ist. Etliche Konzerte waren schon für die Elbphilharmonie geplant, was auch zu Verstimmungen in der Konzertbranche geführt hat.