Verglühte Schatten

Von Nagasaki bis zum 11. September

Allein schon historisch ist Kamila Shamsies Roman "Verglühte Schatten" ein großer Wurf. Die 1973 in Pakistan geborene Autorin, die in London und Karatschi lebt, umfasst in ihrem vierten auf Deutsch erhältlichen Werk die Jahre 1945 bis 2002. Das Buch verhandelt ein verzweigtes Familienschicksal - japanisch-pakistanisch das eine, anglo-amerikanisch das andere - in der Zeit zwischen dem Bombenabwurf über Nagasaki bis zu den Nachwirkungen vom 11. September 2001. Japan, Indien, Pakistan, New York, Afghanistan, Guantánamo - Shamsie erzählt von Menschen inmitten der größten Weltkonflikte, von der Ferne zwischen den Kulturen, und von der Liebe, die diese Ferne immer wieder aufs Neue zu überwinden sucht. "Kamila Shamsie verfügt über große erzählerische Kraft", attestiert ihr Salman Rushdie, und Emma Thompson sagt: "Absolut authentisch, vielschichtig, atemberaubend!" Im Rahmen einer kleinen Deutschlandreise, die sie auch nach Berlin und nach Frankfurt führt, liest Kamila Shamsie aus "Verglühte Schatten" am 22. März im Literaturhaus.

Kamila Shamsie : Verglühte Schatten, Lesung, Mo 22.3., 20.00, Literaturhaus (Bus 6) Schwanenwik 38, Tickets zu 7,- (erm. 4,-) unter T: 227 92 03; www.literaturhaus-hamburg.de