Krimi: Ein Fall für Fingerhut. 20.15 Uhr ARD

Die Kommissarin ist immer die Gärtnerin

Ist dies die Geburtsstunde einer neuen TV-Ermittlerin? Carla Fingerhut heißt sie und führt eine Gärtnerei. In Miss-Marple-Manier schnüffelt sie ungefragt in einem Mordfall herum. Sehr zum Leidwesen von Kommissar Mark van Bosch, schließlich verkauft man als Polizist auch keine Blumen. "Ein Fall für Fingerhut" nennt der WDR seinen Krimi mit Cordula Stratmann in der Hauptrolle, der heute zur besten Sendezeit in der ARD läuft. Für die 46-Jährige, sonst auf der Kabarett- und Comedybühne zu Hause, ist der abendfüllende TV-Krimi die erste Filmhauptrolle ihres Lebens. "Ein Fall für Fingerhut" spielt in Carla Fingerhuts Heimatstadt Xanten. Als die Gärtnerin das Hotel Mühlengrund für eine Hochzeit dekoriert, beobachtet sie tief in der Nacht, wie ein schwerer Sack weggeschafft wird, aus dem eine Hand baumelt. Für die Miss Marple vom Niederrhein steht fest: Hier haben wir es mit einem kapitalen Verbrechen zu tun. Dass der vermeintliche Täter das wahrscheinliche Opfer erst einmal liegen lässt und die verblüffte Augenzeugin mit einem Messer verfolgt, erhärtet ihren Verdacht.

Doch weder ihr Freund Leonard (Philipp Moog) noch der herbeigerufene Kommissar Mark van Bosch (Götz Schubert) glauben der Hobby-Detektivin.

"Frau Fingerhut würde sich sehr freuen, wenn der WDR sich für eine Fortsetzung entscheiden sollte", sagt Stratmann. Der Film sei ihr vor ein paar Jahren schon angeboten worden, dann in der Schublade gelandet und nun wieder hervorgeholt worden. Im Herbst betritt Stratmann auch noch anderswo Neuland: Da erscheint ihr erster Roman "Sie da oben, er da unten".