Berliner Filmfestspiele

Berlinale: "Metropolis" flimmert übers Brandenburger Tor

Berlin. Kino am Brandenburger Tor: Zum 60. Berlinale-Geburtstag wird die komplett restaurierte Originalfassung von Fritz Langs "Metropolis" live aus dem Friedrichstadtpalast auf eine Leinwand an Berlins Wahrzeichen übertragen. 30 Minuten des Meisterwerks galten 70 Jahre lang als verschollen, bis sie 2008 im Filmmuseum von Buenos Aires entdeckt wurden. Die Zuschauer können die Uraufführung am 12. Februar gratis vor dieser besonderen Kulisse erleben. Im Jahr 1951 gab es im Westteil der Stadt die ersten Berliner Filmfestspiele (11. bis 21. Februar).

An die Magie und Macht des Kinos erinnert am Brandenburger Tor auch die Kunstinstallation "Vorhang auf The Curtain!" Vom 12. bis zum

15. Februar 2010 zeigt die koreanisch-amerikanische Künstlerin Christina Kim einen 300 Quadratmeter großen symbolischen Kinovorhang aus recycelten Film- und Berlinale-Billboards, DVDs und anderen Materialien aus der Filmwelt.

Schon von Ende Januar an ist die "Starparade" in der Stadt zu sehen. Das ist eine Fotoausstellung, die Berlinale-Gäste der vergangenen Jahre porträtiert - unter ihnen Cate Blanchett, Mick Jagger, Nina Hoss, George Clooney, Gong Li und Kate Winslet. Berlinale-Direktor Dieter Kosslick will im Jubiläumsjahr auch über die Zukunft des Kinos diskutieren. Am 14. Februar werden Filmemacher, Architekten und Soziologen darüber sprechen.

Das Plakat der Jubiläums-Berlinale erinnert mit mehr als 15 000 Filmtiteln an die 60-jährige Geschichte des Festivals. Alle Filme, die seit Beginn der Filmfestspiele gezeigt wurden, bilden in gelb-grüner Schrift auf lila Hintergrund den Schriftzug "Berlinale". "Mit etwas Geduld wird jeder seine Lieblingsfilme finden", sagte Kosslick. Auf der Festivalwebsite www. berlinale.de werden Berlinale-Anekdoten prominenter Gäste und des Publikums aus aller Welt veröffentlicht.

Eine chronologische Zusammenstellung von Festivalfotos aus sechs Jahrzehnten lädt zu einer Bilderreise durch die bewegte Geschichte der Berlinale ein.

Internet: www.berlinale.de