Konzert

James Carter zwischen Jazz-Tradition und Moderne

Er wird zwar auch "Motorcity Madman" genannt, trotzdem ist der in der einst glorreichen Automobil-Metropole Detroit geborene Saxofonist James Carter alles andere als verrückt.

Was Carter anfasst, hat Hand, Fuß und Groove, ob in Diensten zahlreicher Kollegen wie zum Beispiel Wynton Marsalis oder bei der Beschäftigung mit eigenen Projekten wie dem aktuellen, vor einem Jahr veröffentlichten Album "Present Tense".

Nachdem sich Carter 2005 musikalisch auf "Gold Sounds" vor den Indie-Pop-Heroen Pavement verneigte, geht der Mann aus Michigan nun noch ein Stück weiter in der Zeit zurück und interpretiert zahlreiche Klassiker neu. Unter anderem erhalten Django Reinhardt ("Pour Que Ma Vie Demeure"), Stanley Turrentine ("Rapid Shave"), Harry Carney ("Shadowy Sands") und Gigi Gryce ("Hymn Of The Orient") eine vielseitige und respektvolle Würdigung. James Carter spielt seine Rolle als Mittler und Vermittler zwischen Tradition und Moderne weiter. Mit seinem James Carter Quintet, bestehend aus Cory Wilkes, Gerard Gibbs, Ralph Armstrong und Leonard King, gastiert der "Motorcity Madman" heute in der Fabrik.

James Carter Quintet heute 21.00, Fabrik (S Altona), Barnerstraße 36, Eintritt 18,-; Infos im Internet: www.jamescarteronline.com

( (tl) )