Das Vermächtnis des Sammlers Gerhard Schack

Hamburg. Als der Hamburger Sammler Gerhard Schack vor einem Jahr starb, hinterließ er nicht nur seinen umfangreichen Janssen-Bestand der Hamburger Kunsthalle, sondern vererbte auch dem Museum für Kunst und Gewerbe einen gewichtigen Sammlungskomplex: Schon als Zehnjähriger hatte Schack begonnen, japanische Netsuke-Figuren zu sammeln, später konzentrierte er sich auf Grafik und baute mit stiller Beharrlichkeit und viel Geschick eine umfangreiche und qualitätvolle Sammlung von japanischen Farbholzschnitten und Zeichnungen auf.

"Für das Museum für Kunst und Gewerbe hat diese Schenkung eine enorme Bedeutung. Unsere Japan-Sammlung erhält damit einen Zuwachs, wie wir ihn sonst in 100 Jahren nicht erreicht hätten. Allein um diese Schätze zu inventarisieren, müssen wir eine befristete Stelle schaffen", sagt Hornbostel, der diese Aufgabe allerdings Sabine Schulze überlassen wird, die am 1. Juni als neue Direktorin seine Nachfolge antritt.

( M.G. )