Buchmesse: Eklat wegen "Junge Freiheit"-Stand

LEIPZIG. Im Streit um die Zulassung der rechtsgerichteten Wochenzeitung "Junge Freiheit" stellt die Leipziger Messe eine Bedingung für deren Auftritt zur Leipziger Buchmesse (16. bis 19. März). "Wenn die ,Junge Freiheit' verbindlich erklärt, daß sie ihre Jubiläumsveranstaltung nicht auf der Messe durchführt, lassen wir den Stand zu", sagte Messe-Sprecherin Heike Fischer. Zuvor hatte ein ehemaliger Mitarbeiter der "Jungen Freiheit" die Ausladung als beispiellosen Presseskandal bezeichnet. Seine Fragen nach den Gründen für das Agieren der Messeleitung blieben unbeantwortet. Buchmesse-Chef Oliver Zille verteidigte statt dessen erneut die Entscheidung. Von der geplanten Veranstaltung zum 20jährigen Bestehen der Zeitung gehe aus Sicht der Messeleitung erhebliches Gefährdungspotential aus. Die Messe sei bereit, ihre Sicherheitsbedenken mit dem Verlag, nicht aber öffentlich zu erörtern. Nach erneutem Protest des Journalisten brach die Messe die Pressekonferenz zum Buchmesse-Programm ab. Die Messe halte sich politisch zurück, erklärte Fischer anschließend. "Wir sind eine neutrale Plattform zur Präsentation der Verlagslandschaft."

( dpa )