Ein großer amerikanischer Pop-Spaß

Sufjan Stevens

HAMBURG. Die Amerikaner sind schon ein komisches Volk. Glaubt man dem jungen Sänger und Songschreiber Sufjan Stevens, gibt es ein Dorf in den USA, dessen Bewohner tatsächlich eine vier Meter hohe Statue von Superman zu Ehren des Comic-Helden aufgestellt haben. Stevens sucht nach solchen Absurditäten und schreibt Songs darüber. Bisher hat er seine Storys in den Bundesstaaten Michigan und Illinois gesucht, zum Konzert im Knust trug jedes Bandmitglied folgerichtig ein Shirt mit einem großen "I" drauf.

Der Auftritt von Stevens und seiner sechsköpfigen Band hat eine Reihe theatralischer Elemente mit Tanzeinlagen und im Chor gesprochenen Intros. Die Musik schöpft aus Country, natürlich unter Einsatz eines Banjos, Folk-Rock und hübschen Pop-Gesängen. Und da sowohl die Ansagen als auch die Texte sehr lustig sind, wurde der Abend zu einem außergewöhnlichen Pop-Spaß, denn Sufjan Stevens ist unvergleichlich.