Chinas berühmtes Puppentheater

Hamburg. Zum ersten Mal kommt das berühmte chinesische Handpuppentheater Liao Wen Ho ins Hamburger Museum für Völkerkunde, seinen einzigen Spielort in Deutschland. Die Truppe ist zur Zeit auf Welttournee.

In China hat Puppentheater eine lange Tradition, die bis in die Anfänge der Qing-Dynastie (1644-1911) zurückreicht. In den 70er Jahren wurde das Fernsehen eine immer größere Konkurrenz zu den öffentlichen Aufführungen der Puppenspieler. Davon ließ sich Liao Wen Ho aber nicht abhalten, 1979 sein eigenes Puppentheater zu gründen. Im Gegenteil: Er ließ sich von den Techniken des modernen Unterhaltungsmediums inspirieren. Moderne Musik, Lichteffekte und Feuerwerk gehören zu seiner Show, wobei Liao Wen Ho immer auf eine feine Mischung aus Tradition und Moderne achtet.

Als weitere Besonderheit hat er seine Puppen zwar den traditionellen Figuren nachempfunden, sie aber um einiges größer gestaltet: Gewöhnlich sind die Puppen ungefähr 20 Zentimeter groß, die Puppen Liao Wen Hos aber haben eine Größe von bis zu 1,80 Meter.

In Hamburg wird das zwölfköpfige Puppenspielerensemble zwei Stücke zeigen: den chinesischen Klassiker "Die Reise nach dem Westen" und die von Liao Wen Ho geschriebene Geschichte "Der große Held". Gespielt wird auf taiwanesisch mit Untertiteln in Deutsch und Mandarin.

Liao Wen Ho: Puppentheater für Jung und Alt, Museum für Völkerkunde, 23. 3. (15.30 Uhr) und 24. 3. (15.30 und 19 Uhr). Eintritt: 6/3 Euro.