Mord und Totschlag auf historischem Pflaster

Spaziergänge zu den Orten der Hamburg-Krimis von Petra Oelker

St. Jacobi. Würde man die Schauspielerin Rosina ins heutige Hamburg versetzen, hätte sie ganz sicher erhebliche Orientierungsprobleme. Nach dem Großen Brand von 1842, dem Feuersturm von 1943 und der anschließenden ziemlich brachialen Stadterneuerung ist nur wenig übrig geblieben vom barocken Hamburg, jener Stadt, in der Petra Oelker ihre Komödiantin ermitteln lässt.

Aber es gibt einige Spuren, die zurückführen in die Geschichte und die auch zu Schauplätzen der erfolgreichen historischen Hamburg-Krimis geworden sind. Die Hamburger Gästeführer Christina Lingner und Hans-Ulrich Niels laden heute dazu ein, sich auf die Spuren von Kriminalromanen wie "Der Tod auf dem Jakobsweg" und "Die Schwestern vom Roten Haus" zu begeben. Um der Fantasie auf die Sprünge zu helfen, wird es an ausgewählten Orten szenische Gespräche geben. So werden längst versunkene Bauwerke wie zum Beispiel das alte Johanneum, die Klöster St. Johannis und Maria Magdalena, das alte Rathaus und die alte Börse zu neuem Leben erweckt. Dabei erweist sich dieser Spaziergang nicht nur als literarische Spurensuche, sondern wird auch zu einer Zeitreise auf dem historischen Pflaster der Stadt.

Literarischer Rundgang auf den Spuren der Kriminalromane von Petra Oelker, heute 18.00, Treffpunkt St. Jacobi/Kirchencafé (U Mönckebergstraße), Steinstraße, Anmeldung notwendig unter T. 790 63 33, Kosten: 12,- exklusive Essen, weitere Termine: 21.6., 5.7., 2.8., 23.8.