Kinder helfen Kindern
Unterstützung für bedürftige Menschen in Hamburg
Der Verein Hamburger Abendblatt hilft unterstützt bedürftige, kranke sowie behinderte Kinder und Erwachsene in der Metropolregion Hamburg.

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Benefiz-Lauf

Hammerharte Gymnastik mit ultraweichen Knien

Hajo Schumacher läuft am 22. Juni zugunsten des Abendblatt-Vereins

Hajo Schumacher läuft am 22. Juni zugunsten des Abendblatt-Vereins

Foto: picture alliance / rtn - radio t

Hamburg Commercial Bank Run am 22. Juni: Hajo Schumacher über sein straffes Trainingsprogramm als Vorbereitung für den Charity-Lauf

Hajo Schumacher ist begeisterter Läufer und Teilnehmer bei Hamburgs größtem Charitylauf, der am 22. Juni als Hamburg Commercial Bank Run 2019 durch die HafenCity geht. In loser Folge erzählt der Kolumnist Geschichten rund ums Laufen:

Laufen allein genügt nicht. Wer läuft, muss rundum geschmeidig sein. Gymnastik tut weh und sieht peinlich aus, ist aber nicht zu vermeiden. Heute ist Gymnastiktag. Stramme Bauchmuskeln und eine gut gedehnte Beinmuskulatur garantieren Höchstleistungen. Ich kicke den Medizinball mit vorbildlicher Oberschenkelspannung hinter das Bügelbrett. Sicherheitshalber lasse ich die Jalousien runter. Die Nachbarn müssen mich ja nicht in Läufer-Strumpfhose sehen. Ich habe die bewährte Snap-Nummer aufgelegt: „I’ve got the power“. Jane Fonda wäre stolz auf mich. Ich fühle mich stark. Positiv. Bereit für Übung eins: vorderer Stütz, in Fachkreisen Planking genannt – meine leichteste Disziplin. Einfach auf Unterarmen und Zehenspitzen ruhen. 30 Sekunden halten. In dieser Position habe ich früher Stunden, ach was, Tage zugebracht. Warum nur fühlt es sich heute anders an? Der Wecker läuft auch viel langsamer als sonst. Mein Rücken vibriert, mein Bauch tut weh. Nach 30 elenden Sekunden liege ich auf dem Bauch und pumpe.

Frauen mit Infarkt-Fantasien

Zum Glück kann ich für Übung Nummer zwei so liegen bleiben. Einfach die Unterschenkel hochklappen und die Knöchel greifen, so wie auf dem Foto aus dem Internet. Aber der verdammte Knöchel ist zu weit weg. Gerade kriege ich einen Schnürsenkel zu fassen, als meine Frau, noch im Mantel, ins Schlafzimmer stürzt. „Alles klar, Hajo?“ – „Hmmpf“, bestätige ich. „Dann ist ja gut“, sagt sie, „du hast so laut gestöhnt, da dachte ich, es ist was passiert.“ Dass Frauen immer diese Infarkt-Fantasien haben. „Ich mache ein paar Kräftigungsübungen“, sage ich selbstbewusst, nachdem ich den Finger aus dem Schnürsenkel befreit habe. „Übernimm dich nicht gleich am Anfang“, sagt sie, „du warst doch gestern erst laufen.“ Du wirst dich wundern, Schätzchen, denke ich, ab sofort ist hier jeden Tag Programm.

Meine Partnerin ruft die Familie zum Abendessen. Ich habe mich abgemeldet. Nur ein leichter Läufer kann ­seine Schnelligkeit voll ausspielen. Ich gönne mir jetzt eine Kapsel Apfelessigextrakt aus dem Versandhandel. Das sorgt für einen schnelleren Abtransport der Stoffwechselprodukte, die bei meinem hammerharten Training entstehen. Apropos: Überhaupt nicht hart muss ich beim Hamburg Commercial Bank Run sein – denn der ist wirklich für alle, ob mit oder ohne trainierte Muskeln.

So kann man sich anmelden

Anmeldungen für den Hamburg Commerical Bank Run bis 29. Mai: www.hcob-run.de. Ab sofort gibt’s Einzelstartnummern für 25 Euro in der Abendblatt-Geschäftsstelle, Gr. Burstah 18-32.