Kinder helfen Kindern
Unterstützung für Kinder und Jugendliche
Der Verein unterstützt bedürftige, kranke sowie behinderte Kinder und Jugendliche der Metropolregion Hamburg.

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Projekt

„Kinder helfen Kindern“ verschenkt Plüschtiere an Kliniken

Übergabe von „Fiete“  im Altonaer Kinderkrankenhaus. Prof. Dr. Philippe Stock, Wilko, Sabine Tesche, Jan  Basjmeleh und Emil

Foto: Roland Magunia

Übergabe von „Fiete“ im Altonaer Kinderkrankenhaus. Prof. Dr. Philippe Stock, Wilko, Sabine Tesche, Jan Basjmeleh und Emil Foto: Roland Magunia

Die Seelentröster sollen kranken Jungen und Mädchen Halt geben. Erhältlich ist Seebär Fiete auch in der Abendblatt-Geschäftsstelle

Ganz fest hält Emil Schüler den kleinen Seebären in seinen Händen. Der Achtjährige kennt das beklemmende Gefühl vor einer Operation, gerade erst im Herbst hatte er einen Eingriff am Ohr. „Ich habe davor geweint und war traurig. Da hätte ich gern so ein schönes Kuscheltier bei mir gehabt. Ich glaube, der kann Kinder toll trösten“, sagt Emil. Deswegen freute es ihn besonders, dass er bei der Übergabe der Seelentröster des Abendblatt-Vereins „Kinder helfen Kindern“ im Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) dabei sein durfte. 640 Seebären konnte Prof. Dr. Philippe Stock, Chefarzt der Kinderklinik, von Abendblatt-Redakteurin Sabine Tesche entgegennehmen.

Insgesamt 3400 Seelentröster mit dem Namen Fiete gehen an verschiedene Hamburger Einrichtungen wie die Notaufnahme in der Kinderklinik Wilhelmstift, den Ambulanten Kinderhospizdienst Familienhafen e. V., eine Erstaufnahme für Flüchtlinge und den Rettungsdienst G.A.R.D. Die kleinen Seebären sollen kranken und bedürftigen Kindern Trost spenden. Und ab sofort gibt es Fiete beim Abendblatt zu kaufen. Ein Teil des Erlöses geht als Spende an „Kinder helfen Kindern“.

Den Namen Fiete hat der kleine Emil vorgeschlagen, als die Redaktion „Von Mensch zu Mensch“ Kinder im Sommer bat, Namensideen für das Kuscheltier zu schicken. „Wir haben in der Klasse einen Seelöwen als Kuscheltier, und der heißt auch Fiete und ich finde das passt auch zu einem Seebären“, sagt der Zweitklässler aus Alsterdorf.

Prof. Stock findet nicht nur den Namen Fiete und das Tier selbst „so wunderbar positiv und norddeutsch“, sondern auch die Idee eines Seelentrösters als Geschenk für verängstigte, kranke, kleine Patienten großartig. „Wir sind wirklich dankbar für diese Aktion. Denn für viele Kinder ist die Einweisung ins Krankenhaus ein traumatisierendes Erlebnis. Wir versuchen zwar, ihnen Wärme zu vermitteln, dennoch werden die Kinder von unterschiedlichen Menschen untersucht und auch die Atmosphäre ist eher technisch. Da kann so ein Fiete ein Lächeln ins Gesicht zaubern und für etwas Ablenkung und Halt sorgen“, sagt der Kinderarzt. Er hofft, dass die Kinder durch das Kuscheltier vielleicht positiver an den Krankenhausaufenthalt zurückdenken. „Das Schöne an Fiete ist zudem, dass er sowohl Mädchen als auch Jungen ansprechen wird“, meint Prof. Stock.

Produziert wurde Fiete von einer Hamburger Firma

Davon ist auch Jan Basjmeleh von Promotion Pets überzeugt. Der Hamburger Unternehmer hat Fiete gemeinsam mit den Abendblatt-Redakteuren innerhalb von acht Monaten entwickelt und produziert. Der Vater zweier Jungen ist begeistert von der sozialen Aktion. „Das Seelentröster-Projekt ist auch etwas Besonderes für uns, nichts Kommerzielles, deswegen haben wir das Kuscheltier nur kostendeckend produziert. Ich möchte daran nichts verdienen“, sagt der 40-Jährige, der mit einer indonesischen Nähfabrik bei Jakarta zusammenarbeitet. Dort arbeiten nur Erwachsene – keine Kinder, dafür verbürgt Basjmeleh sich. Zudem hat Hermes Hansecontrol, ein Prüf- und Zertifizierungsunternehmen des Otto-Konzerns, den kleinen Seebären kostenfrei getestet – er trägt nun das Siegel „Sicheres Spielzeug“.

Das erste Kind, das einen Fiete in der Notaufnahme des AKK geschenkt bekam, war Wilko May. Der Elfjährige hat sich einen Arm beim Fußballspielen gebrochen. „Fiete ist ein toller Name, passt zum HSV-Profi Fiete Arp, den mag ich auch. So ein Seelentröster ist echt eine gute Idee für Kinder, die hierherkommen und wie ich zwei Tage ohne Eltern bleiben müssen“, sagt Wilko und drückt den Seebären fest an sich. (HA)

Fiete gibt es für zehn Euro (ein Teil davon ist Spende) bei der Abendblatt-Geschäftsstelle, Großer Burstah 18–32, und im Onlineshop unter: www.abendblatt.de/shop