900 Millionen Euro

Hamburgs Sozialhilfeausgaben steigen um vier Prozent

Hamburg hat im vergangenen Jahr knapp 900 Millionen Euro für Sozialhilfe ausgegeben, der größte Teil davon entfiel auf behinderte Menschen. In Schleswig-Holstein stiegen die Ausgaben ebenfalls.

Hamburg/Kiel. Die Sozialhilfeausgaben in Hamburg sind im vergangenen Jahr um gut vier Prozent gestiegen. Die Stadt gab knapp 900 Millionen Euro aus, berichtete das Statistische Amt am Freitag. Im Fünf-Jahres-Vergleich zu 2008 betrug der Anstieg 27 Prozent.

Der größte Teil der Ausgaben (42 Prozent oder 380 Millionen Euro) entfiel auf Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderungen. Für die Grundsicherung alter und nicht erwerbsfähiger Menschen wendete die Stadt fast ein Viertel der Summe (221 Millionen Euro) auf. Ein Fünftel des Geldes (178 Millionen Euro) floss in Hilfen zur Pflege, der Rest in weitere Unterstützungsleistungen.

In Schleswig-Holstein stiegen die Ausgaben für Sozialhilfe im vergangenen Jahr um drei Prozent auf knapp 1,07 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 2008 erhöhten sich die Leistungen für Bedürftige um 20 Prozent, berichtete das Statistikamt am Freitag. Auch in Hamburgs Nachbarland entfielen auf Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderungen im vorigen Jahr mit 623 Millionen Euro 58 Prozent der Bruttokosten. Für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wurden 214 Millionen Euro aufgebracht und für die Hilfe zur Pflege 123 Millionen. Hilfen zum Lebensunterhalt kosteten 78 Millionen Euro.