Der Hamburger Badetest

So gut sind Schwimmbäder und Seen in der Umgebung

Von der sechs Meter hohen Kletterwand ins Wasser fallen lassen – so viel Spaß macht eine Abkühlung im Bad Billstedt. Auf der 111 Meter langen Wasserrutsche vor Vergnügen kreischen – können Kinder im Freibad Aschberg. Saunieren auf höchstem Niveau bietet sich im Altonaer Festland an. Im Sommerbad Volksdorf kommen FKK-Fans auf ihre Kosten. Das sind nur vier Beispiele unter den vielen Bademöglichkeiten in Hamburg. Das Abendblatt bietet einen Überblick und hat sich zwölf Freibäder und Badeseen in der Hansestadt genauer angeschaut.

Die gute Nachricht: Die Wasserqualität der Naturbäder ist durchweg hervorragend. Diese wird während der Saison von Mai bis September ständig überprüft. Alle drei Wochen liefern die Bezirksämter Proben an das Institut für Hygiene und Umwelt, mit bisher guten Ergebnissen: elf von ihnen sind als „ausgezeichnet“ bewertet. Wer sich genauer informieren möchte, kann unter www.hamburg.de/badegewaesser die Messergebnisse im Internet nachlesen.

Es gibt nur zwei Ausnahmen: Das Sorgenkind Eichbaumsee bei Moorfleet hat sich noch immer nicht von den Blaualgen erholt und ist auch diese Saison gesperrt. Vom Sprung in die Elbe sollte man ebenfalls absehen, sagt Sinje Lehmann vom Institut für Hygiene und Umwelt. „Nach dem Hochwasser ist die Strömung noch schneller als sonst, und Treibgut kann zu Verletzungen führen“, sagt sie. Die Wasserqualität der Elbe sei nicht bedenklich, doch nach der Flut müsse man mit höheren Belastungen rechnen.

Für die Seen gilt: Je weiter fortgeschritten der Sommer ist, desto eher kann es Probleme mit der Wasserqualität geben. Es können sich giftige Blaualgen entwickeln. Außerdem sorgen die Badegäste während der Saison für mehr Bakterien im Wasser, die sich bei heißen Temperaturen besonders schnell vermehren, erklärt Lehmann. So weit ist es aber noch nicht – die meisten der Hamburger Freibäder bieten ungetrübten Badespaß.