Zehn Gemeinden verlangen Lärmschutz

Bundestrasse 404: Informationsveranstaltung zum Bau einer dritten Fahrspur

Hammoor/Lütjensee. Von Cornelia Büddig

Lütjensee

Werden die Bewohner entlang der B 404 vor dem zusätzlichen Lärm>> geschützt, wenn eine dritter Fahrstreifen gebaut wird? Das Amt Trittau will sich um zusätzlichen Lärmschutz kümmern. Die zehn Gemeinden im Amt Trittau befürworten die Erweiterung der Straße - ebenso den später vorgesehenen Ausbau zur Autobahn - als Verlängerung der A 21 auf dem Abschnitt zwischen Bargteheide (A 1) und Grande (A 24). Doch sie möchten auch etwas für die Menschen tun, die an der viel befahrenen Bundesstraße wohnen.

Das Amt Trittau hatte eine Info-Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Lütjensee organisiert. Etwa 70 Besucher kamen, um sich zu informieren. Auskünfte zu den gesetzlichen Grundlagen gab Diplomingenieur Björn Heichen (39) vom Büro Lairm Consult in <<Hammoor>>.

"Wenn ein durchgehender zusätzlicher Fahrstreifen gebaut wird, dann sind grundsätzlich die Voraussetzungen einer Prüfung auf Schallschutz gegeben", so Heichen. Er riet den Betroffenen, also den privaten Anliegern an der B 404 und den Gemeinden der Region, ihre Wünsche und Bedenken zu äußern, sobald der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr in Lübeck die Entwürfe für die Erweiterung der B 404 auf drei Spuren öffentlich ausgelegt hat. Das geschieht beim sogenannten Planfeststellungverfahrens, das im Jahr 2007 beginnen soll.

Die nächtlichen Grenzwerte nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für Schalldruck sind in Wohngebieten 49 Dezibel - dB(A) - und in Dorf- oder Mischgebieten 54 Dezibel (das entspricht dem Geräusch eines Gespräches). Die Werte für den Tag sind jeweils um zehn dB(A) höher angesetzt. Sechs Dezibel entsprechen einer Verdoppelung des Geräuschpegels.

Der <<Lärm, der von Straßen ausgeht, wird berechnet, nicht gemessen. "Das wird so gehandhabt, weil es um Prognosen für die nächsten zehn bis 20 Jahre geht", so Heichen. Wird Lärmschutz bewilligt, dann sind Wälle oder Wände an der Straße möglich oder der Einbau von Spezialfenstern und -türen in angrenzenden Häusern. Wie groß die Chancen auf zusätzlichen Lärmschutz für die Dörfer entlang der B 404 sind, darauf wollte sich Heichen nicht festlegen.