Kolumne

Integration von Geflüchteten gerät in Vergessenheit

Porträt Sabine Tesche

Porträt Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

In Lauenbrück gibt es ein Projekt, das Flüchtlingsfrauen Nähen und Deutsch beibringt. Absolut nachahmenswert!

Bei den schrecklichen Nachrichten über die Corona-Pandemie gerät derzeit fast in Vergessenheit, dass es noch so viele andere Probleme in unserem Land gibt. So wie die Integration von den vielen Hunderttausend Geflüchteten, die in den vergangenen sechs Jahren zu uns gekommen sind. Viele Sprachkurse sind derzeit ausgesetzt und Präsent-Begegnungen mit Gruppen nicht erlaubt.

Doch kreative Projekte wie das LandAtelier in Lauenbrück (siehe Artikel) finden auch hier Wege, um weiter zu machen. Bei dieser Initiative erlernen Migrantinnen ein textiles Handwerk, die deutsche Sprache und treffen Frauen aus anderen Kulturkreisen. Das verhindert nicht nur Parallelwelten, sondern zeigt auch Wertschätzung. Die Frauen produzieren etwas, sie werden selbstbewusster und selbstständiger, davon profitieren nicht nur sie, sondern auch wir als Gesellschaft. Ich hoffe deswegen sehr, dass die Förderung des Landes nach der Pandemie für dieses Projekt weitergeht.

Derzeit finden die Treffen der Frauengruppe nur online statt, doch Aufträge auf für kleine Näharbeiten sind immer willkommen. So kann jeder, der möchte, diese engagierten Migrantinnen unterstützen.