Kolumne

Eine Benefiz-Event als Mutmacher-Veranstaltung

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Die Stiftung Darmerkrankungen vergibt Stipendien an Betroffene, damit die berufliche Träume verwirklichen können. Mehr Wertschätzung geht nicht

Am Wochenende war ich Gast beim Fest der Stiftung Darmerkrankungen, bei dem jedes Jahr Stipendien für junge Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vergeben werden. Diesmal wurden zwölf Stipendiaten ausgezeichnet, die mit den maximal 10.000 Euro ihre Ausbildungsziele verwirklichen können. Es war sehr berührend zu erfahren, wie die Erkrankung den Alltag Einzelner durch schwere Schübe bis zu Krankenhausaufenthalten stört, wie manche ihren Beruf nicht mehr ausüben können und sich deswegen neu orientieren. Das Stipendium hilft vielen dabei, ihre neuen Träume zu verwirklichen. So wird aus einem Mechaniker ein Student der Fahrzeugtechnik, eine Landwirtin studiert nun Agrarwirtschaft, eine Konditormeisterin kann sich Spezialgeräte anschaffen, ein Musiker nimmt Gesangsunterricht und ein Medizinstudent nutzt das Geld für sein Promotionsjahr, in dem er über chronisch entzündliche Darmerkrankungen forscht. Für diese jungen Menschen bedeutet das Stipendium Wertschätzung und Anerkennung und viele machten deutlich, dass sie durch die Krankheit viel über sich gelernt haben – auch Positives. Das war eine echte Mutmacher-Veranstaltung.