Kolumne

Wie Hansa Funktaxi einer alleinerziehenden Mutter half

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA

Seid nett zueinander: Ein Zehnjähriger hat in den Ferien einen Unfall. Die Transportkosten zur Schule lösen bei der Mutter Existenzängste aus

Vor drei Wochen rief mich eine verzweifelte Mutter an, deren Sohn (10) in einem Jugendcamp von einem Kind umgerannt worden war und nun einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch hat. Er sitzt temporär im Rollstuhl und muss mit diesem in die Schule gebracht werden. Das sind hohe Transportkosten, welche die alleinerziehende Mutter, die als Sekretärin arbeitet und Wohngeld erhält, nicht bezahlen kann. „Ich habe mir die Finger wund telefoniert, doch von allen: Reiseveranstalter, Krankenkasse und Schule eine Absage für die Kostenübernahme bekommen. Ich hatte schlaflose Nächte und echte Existenzängste“, sagte Frau M. Wir sahen die Not und versprachen, uns zu kümmern.

Ein Anruf bei Hansa Funktaxi e.G. genügte. „Hier helfen wir“, sagte der Pressesprecher Claus Hönig und vermittelte den RolliExpress, ein Unternehmen, das Rollstuhltaxis hat. Diese holten den Jungen zwei Wochen morgens und nachmittags ab. Hansa Funktaxi übernahm die Kosten. „Das ist im Rahmen unserer Möglichkeiten. Und das passt doch auch zur Abendblatt-Aktion ,Seid nett zueinander‘“, sagte Hönig. Danke für die spontane Hilfe, ab jetzt übernimmt das Sozialamt!