Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche  leitet das Ressort Von Mensch zu Mensch

Sabine Tesche leitet das Ressort Von Mensch zu Mensch

Foto: Andreas Laible

Es ist nicht gerecht, dass das nur wohlhabenden Eltern lese- und rechenschwachen Kinder eine Lerntherapie ermöglichen können

Eine Lese- und Rechtschreib- oder Rechenschwäche kann bei jedem Kind auftauchen, und es ist sehr wichtig, dass Eltern und Lehrer solche Störungen ernst nehmen und sie von einem Lerntherapeuten behandeln lassen. Leider hat die Schulbehörde die Messlatte für so eine Außerunterrichtliche Lernhilfe sehr hoch gelegt und nach mehrfachem Testen wird sie nur schwerstbetroffenen Kindern frühestens ab Ende der zweiten Klasse bezahlt. Bis dahin sind Selbstvertrauen und Motivation der Jungen und Mädchen aber schon häufig im Keller. Experten raten dazu, Kinder bereits ab der ersten Klasse zu therapieren, wenn sie schon in der Vorschule auffällig geworden sind.

Es ist nicht gerecht, dass das nur wohlhabenden Eltern möglich ist. Ich finde, dass diese Förderung ex­trem wichtig ist und nicht am Geld scheitern sollte. Auch eine schwächer ausgeprägte Lernstörung belastet die Kinder enorm und verhindert womöglich trotz ausreichender Intelligenz eine erfolgreiche Schulbildung, die Grundlage für das spätere Leben. Deswegen unterstützt der Verein Hamburger Abendblatt hilft mit seiner Initiative „Kinder helfen Kindern“ lese-, rechtschreib- und rechenschwache Kinder aus bedürftigen Familien sehr gern.