Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Wenn Eltern sich trennen, muss das Wohl der Kinder an vordester Stelle stehen. Leider gibt es viele Eltern, die das nicht beachten

Ich habe vor ein paar Tagen eine alte Bekannte in der S-Bahn getroffen, deren Kinder mit meinen in die Kita gingen. Sie erzählte mir von ihrer Ehe, die gescheitert ist, über eine Liebe, die in Hass umgeschlagen ist. Und sie berichtete von dem Leiden der Kinder unter der Trennung und dem Gerichtsprozess, weil er keinen Unterhalt zahlt. Ich war tief betroffen nach der Begegnung, denn sie war erneut ein Zeugnis dafür, dass Ehen im Unfrieden auseinandergehen und Eltern es nicht schaffen, trotzdem verantwortungsvoll mit ihren Kindern umzugehen.

Diese sind immer die Verlierer einer Trennung, denn für Kinder gibt es nichts Schlimmeres. Manchmal geht es nicht anders, aber ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, wenn Kinder dann von einem Elternteil benutzt werden, um dem anderen zu schaden. Wenn Mütter den Vätern das Sorgerecht vorenthalten. Oder wenn Väter kein Geld mehr zahlen. Wer Kinder in die Welt setzt, ist für sie verantwortlich, solange sie Unterstützung brauchen. Ihr Wohl muss immer im Vordergrund stehen.

Zum Glück kenne ich auch einige Beispiele, wo getrennte Eltern erwachsen miteinander umgehen und das Glück ihrer Kinder vor alle persönlichen Rachegefühle gegenüber dem Partner stellen.