Goetsch befördert Parteifreund - Kritik der SPD

Es ist gewissermaßen ein Aufstieg in den Beamten-Olymp: Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) hat den Projektleiter für die Primarschulreform,

Es ist gewissermaßen ein Aufstieg in den Beamten-Olymp: Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) hat den Projektleiter für die Primarschulreform, Hans-Peter de Lorent, zum leitenden Oberschulrat befördert. De Lorent wird nun nach der Gehaltsstufe B 2 besoldet. Er verdient 5800 Euro monatlich - ein Plus von rund 1000 Euro.

Ties Rabe, der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, reagierte empört. "Die ersten Gewinner der Schulreform sind nicht Hamburgs Schüler, sondern die Berater der Schulsenatorin", sagte Rabe. Außer de Lorent hatte die Deputation der Schulbehörde auch der Beförderung von zwei weiteren Mitarbeitern der Projektgruppe zugestimmt.

Rabe kritisierte außerdem, dass mit de Lorent ein Parteifreund von Senatorin Goetsch in eine der höchsten Besoldungsgruppen der Hamburger Verwaltung befördert worden sei. De Lorent war in den 90er-Jahren Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und später GAL-Bürgerschaftsabgeordneter.

Der SPD-Politiker wies darauf hin, dass B-Besoldungen eher für Amtsleiter vorgesehen seien. "Das ist keine unübliche Besoldung für eine solche Tätigkeit", entgegnete Jan Bruns, Sprecher der Schulbehörde. "Herr de Lorent ist der Kopf der Projektgruppe, die für Planung und Umsetzung der Schulreform verantwortlich ist."

Rabe monierte außerdem, dass die Besoldungserhöhung von de Lorent aus Mitteln für die Schulreform bezahlt werde. "Das Geld sollte der Steigerung der Unterrichtsqualität zugute kommen", sagte Rabe.