Deutsche Bahn

Bundespolizei warnt vor Betrug mit Gruppentickets im Zug

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn. Die Bundespolizei warnt vor Betrug mit Gruppentickets. (Symbolbild)

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn. Die Bundespolizei warnt vor Betrug mit Gruppentickets. (Symbolbild)

Frauen bezahlten Fahrgast, der sie im Zug nach Sylt auf seinem Gruppenticket mitnehmen wollte. Doch dann stieg der Mann einfach aus.

Husum/Brestedt/Westerland. Am vergangenen Wochenende ist die Bundespolizei zu zwei Einsätzen wegen des Betrugs mit Gruppentickets im Zug ausgerückt. Am Freitagabend meldeten sich zwei Frauen auf der Polizeistation in Westerland (Sylt) und berichteten, dass sie ein Mann für einen geringen Geldbetrag auf seinem für fünf Personen gültigen Gruppenticket mitnehmen wolle. Am nächsten Bahnhof stieg der Mann jedoch aus und die Frauen saßen ohne gültige Fahrkarte im Zug.

Der Tatverdächtige war in geblümter Badehose und Badelatschen sowie mit einem geblümten Basecap unterwegs. Aufgrund dieser Personenbeschreibung konnten Bundespolizisten im Bahnhof Bredstedt den Tatverdächtigen im Zug Richtung Hamburg ausmachen. Da auch der Verdacht im Raum stand, dass der Mann im Nachgang die Namen auf dem Gruppenticket ausradiert und das Ticket mehrfach benutzte, wurde er zum Ausleeren der Taschen aufgefordert. Es kamen mehrere Gruppentickets und 250 Euro zum Vorschein.

Am Sonnabend fiel der Mann erneut auf, diesmal im Bahnhof Husum. Bei dem 39-Jährigen wurden ein Radierfüller, Fahrkarten und 225 Euro aufgefunden.

Bundespolizei warnt vor Betrug mit Gruppentickets im Zug

Die Bundespolizei warnt: Vertrauen Sie nicht jedem, wenn Ihnen die Mitfahrt auf einem Gruppenticket angeboten wird. Bestehen Sie drauf, dass die Eintragungen mit Kugelschreiber erfolgen und bleiben Sie in der Nähe des Tickets oder lassen Sie es sich aushändigen.

Es wird derzeit geprüft, ob ein Hausverbot für Bahnhöfe und Beförderungsausschluss für Züge der Deutschen Bahn erwirkt werden kann.