Hamburg

Renitente Radfahrerin verletzt nach Flucht Beamten

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Die Hamburger Fahrradstaffeln überprüften am Donnerstag bei einer sechsstündigen Großkontrolle  Rad- und E-Scooter-Fahrer (Symbolbild).

Die Hamburger Fahrradstaffeln überprüften am Donnerstag bei einer sechsstündigen Großkontrolle Rad- und E-Scooter-Fahrer (Symbolbild).

Foto: picture alliance /dpa/Angelika Warmuth

Großkontrolle bei Rad- und E-Scooter-Fahrern: Polizei stellt 181 Verkehrsverstöße fest. 20-Jährige zeigt sich uneinsichtig.

Hamburg. Die Kontrolle der Fahrradstaffeln der Hamburger Polizei hat einer 20 Jahre alten Radfahrerin offenbar nicht in den Kram gepasst: Als die Beamten die junge Frau anhalten wollten, trat sie in die Pedale und flüchtete. Als ein Beamter sie eingeholt hatte, zeigte sie sich äußerst renitent und verletzte den Polizisten.

Die Hamburger Fahrradstaffeln überprüften am Mittwoch bei einer sechsstündigen Großkontrolle an ausgewählten Unfallschwerpunkten Rad- und E-Scooter-Fahrer. Im Fokus der Beamten: Nutzung der falschen Straßenseite und Rotlichtmissachtungen. Bei der Kontrolle stellten sie 181 Verkehrsverstöße fest.

Radfahrerin leistet Widerstand und verletzt Polizisten

Eine 20 Jahre alte Radfahrerin war besonders uneinsichtig, als die Beamten sie an der Billhorner Brückenstraße/Ecke Zweibrückenstraße in Rothenburgsort anhalten wollten, da sie die falsche Radwegseite benutzte. "Statt anzuhalten, flüchtete die Frau auf ihrem Fahrrad in Richtung Veddel", sagte Polizeisprecherin Evi Theodoridou am Donnerstag.

Ein Polizist nahm die Verfolgung mit seinem Dienstrad auf und forderte die 20-Jährige während der Fahrt erneut mehrmals zum Stehenbleiben auf. Doch die junge Frau beeindruckte das offenbar wenig und fuhr weiter. "Als der Beamte sie schließlich einholte und anhalten konnte, versuchte sich die Frau loszureißen und leistete Widerstand", so Theodoridou. Dabei wurde der Beamte leicht verletzt. Auch sein Dienstrad wurde beschädigt. Gegen die 20-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Radfahrer missachten 80-mal rote Ampeln

Insgesamt waren 26 Beamte der Hamburger Fahrradstaffeln zwischen 7.30 und 13.30 Uhr im Hamburger Stadtgebiet an Alsterglacis/ Warburgstraße, Wandsbeker Marktstraße/ Schloßstraße und Billhorner Brückenstraße/ Zweibrückenstraße eingesetzt. Hierbei ahndeten sie 181 Verkehrsverstöße. In den meisten Fällen fuhren Radfahrer und auch E-Scooter-Fahrer auf der falschen Straßenseite oder bei Rot.

Bei diesen Verkehrsverstößen handelt es sich um folgende:

  • Fahrradfahrer: 80-mal mal rote Ampel missachtet
  • 81-mal auf falschen Radwegseite unterwegs
  • siebenmal Fahren auf dem Gehweg
  • zweimal Telefonieren mit Handy während der Fahrt
  • einmal technische Mängel am Fahrrad
  • E-Scooter-Fahrer: viermal rote Ampel missachtet
  • Kraftfahrzeugführer: zweimal rote Ampel missachtet
  • zweimal während Fahrt mit Handy telefoniert

An der Kontrollstelle Wandsbeker Marktstraße hatte die Polizei einen Stand, an dem sie zum Thema Radverkehr und Mobilität informierten. Die Verkehrsdirektionen kündigten weitere Fahrradkontrollen an, um die Sicherheit auf Hamburgs Straßen zu erhöhen.

( ade )

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