187 Strassenbande

Waffenfund: SEK stürmt Wohnung von Hamburger Rapper

SEK-Beamte durchsuchten am Mittwochabend die Wohnung des Rappers Kalim S., der zum Umfeld von 187 Straßenbande gehört (Symbolbild).

SEK-Beamte durchsuchten am Mittwochabend die Wohnung des Rappers Kalim S., der zum Umfeld von 187 Straßenbande gehört (Symbolbild).

Foto: imago/Karina Hessland

Polizei entdeckt bei Verkehrskontrolle Neun-Millimeter-Schusswaffe. Rapper gehört zum Umfeld der 187 Strassenbande.

Hamburg. Es waren Bilder wie aus einem Actionfilm: Schwer bewaffnete Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) sind am Mittwochnachmittag am Anne-Becker-Ring im Hamburger Stadtteil Lohbrügge angerückt, um die Wohnung eines mutmaßlichen Waffennarrs zu durchsuchen.

SEK-Einsatz bei Rapper Kalim S. aus 187-Strassenbande-Umfeld

Nach Abendblatt-Informationen handelt es sich dabei um Rapper Kalim S., der zum Umfeld der 187 Strassenbande gehören soll. "Es lief alles gewaltfrei ab", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen dem Abendblatt. Die Wohnung gehörte nach Abendblatt-Informationen dem Bruder des Rappers, sei der Polizei jedoch als einer seiner Aufenthaltsorte bekannt. Bei der Durchsuchung seiner eigenen Wohnung in Reinbek fanden die Beamten den Informationen nach eine Schusswaffe und Munition.

Kalim S. war zuvor bei einer Verkehrskontrolle am Schiffbeker Weg in Billstedt aufgefallen. In seinem Pkw hatten die Beamten bereits eine scharfe Neun-Millimeter-Schusswaffe gefunden.

Bruder des Rappers händigt Schlüssel aus

Der Mann sei zwar frei geblieben, doch wollte die Polizei überprüfen, ob er weitere Waffen zu Hause lagerte. Auch Spürhunde waren im Einsatz. Den Mann trafen die SEK-Beamten bei der Durchsuchung nicht an. Sein Bruder, dem die erste durchsuchte Wohnung gehörte, hatte den Beamten am Gartenzaun freiwillig seinen Schlüssel ausgehändigt.

Nach Abendblatt-Informationen sei der Rapper bereits mehrfach durch das Fahren ohne Führerschein aufgefallen. Laut Polizei besitzt der 27-Jährige keinen Waffenschein. Beamte beschlagnahmten die Waffen. Er muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Gegen ihn wird weiter ermittelt.

( HA )

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