Steilshoop und Othmarschen

Zwei Schuleinbrüche in Hamburg – vier junge Täter geschnappt

Die Polizei hat die alte Schule in Steilshoop mit einem Personenspürhund nach Einbrechern durchsucht (Symbolbild).

Die Polizei hat die alte Schule in Steilshoop mit einem Personenspürhund nach Einbrechern durchsucht (Symbolbild).

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Fenstersprung, Hundebiss, Hyperventilation: Vor allem ein Fall verlief spekakulär. Alle Jugendliche vorläufig festgenommen.

Hamburg. Bei zwei Einbrüchen in Hamburger Schulen hat die Polizei am Sonntagabend insgesamt vier Jugendliche vorläufig festgenommen.

Im ersten Fall ging in Steilshoop ein Dumme-Jungen-Streich mächtig nach hinten los. Dort stiegen drei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren gegen 21.30 Uhr in eine leerstehende Schule am Bramfelder See ein.

Anwohner hatten am Borchertring eine Scheibe klirren gehört und die Polizei verständigt. Daraufhin umstellten Beamte mehrerer Wachen sowie der Bereitschaftspolizei das Schulgebäude und betraten dieses schließlich mit einem Diensthund.

Als dieser die Einbrecher dort aufspürte, sprang einer der Jungen vor Schreck aus dem Fenster. Doch nach kurzer Flucht wurde der 17-Jährige gestellt. Die beiden 16 Jahre alten Komplizen fand Hund „Buk“ in einem Sanitärbereich im ersten Stock, einen der sich gegen die Festnahme wehrenden Einbrecher biss er in die Wade. Sein geschockter Freund hyperventilierte, beide kamen ins Krankenhaus. Vorläufig festgenommen wurden alle drei, später folgte die Übergabe an die Erziehungsberechtigten.

Obwohl es leer ausging, muss das Trio nun mit einer Anzeige rechnen. Die zerbrochene Scheibe müssen die Drei wohl auch zahlen. Das für die Region Hamburg-Nord zuständige Dezernat für Jugendkriminalität (LKA 145) ermittelt.

Wenig später wurde in Othmarschen der Hausmeister des Gymnasiums Hochrad ebenfalls auf einen Einbrecher aufmerksam. Der 17-Jährige hatte sich um kurz vor Mitternacht auf dem Dach der Schule an einem Oberlicht zu schaffen gemacht. Die alarmierten Polizisten konnten den Jugendlichen noch auf dem Schuldach vorläufig festnehmen und einen Werkzeugkoffer sowie einen Rucksack mit weiterem Werkzeug sicherstellen.

In die Schule eingedrungen war der Heranwachsende noch nicht, mangels Haftgründen wurde er entlassen und ebenfalls seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Das für die Region Altona zuständige Dezernat für Jugendkriminalität (LKA 124) ermittelt.