Hamburg

Hamburger erschreckt Polizei mit blutigem Halloween-Kostüm

Ausgehöhlte Kürbisse zu Halloween.

Ausgehöhlte Kürbisse zu Halloween.

Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Der 21-Jährige hatte einen guten Visagisten – und viel Alkohol im Blut. In Allermöhe bewarfen Halloween-Feiernde Beamte mit Eiern.

Hamburg. Kurioser Halloween-Einsatz in Trittau: In den frühen Donnerstagmorgenstunden wurde ein 21 Jahre alter Hamburger offenbar schwer verletzt in einem Straßengraben entdeckt. Doch zu einem schweren Unfall war es glücklicherweise nicht gekommen. Der junge Mann hatte offenbar nur einen guten Visagisten, der ihn zu Halloween hergerichtet hatte.

"Der junge Mann war nicht ansprechbar und wies diverse sichtbare Verletzungen, offene Schnittwunden im Gesicht sowie größere Blutanhaftungen am Hals auf", sagte Sandra Kilian von der Polizeidirektion Ratzeburg. Deshalb konnten ein Unfall und ein strafbarer Hintergrund zunächst nicht ausgeschlossen werden. Doch kurz darauf stellte sich heraus, dass der Mann nur geschminkt war.

Der 21-Jährige war auf einer Halloween-Party gewesen und wollte zu Fuß nach Hause gehen. "Aufgrund des starken Alkoholkonsums – mehr als 4 Promille – kam er nicht weit und blieb im Straßengraben schlafend liegen", so die Polizeisprecherin. Ein Autofahrer hatte den Hamburger im Graben entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. Der Mann kam wegen seines Alkoholisierungsgrad vorsorglich ins Krankenhaus.

Halloween-Party in Allermöhe: Polizisten mit Eiern beworfen

Auch die Hamburger Polizei ist am Donnerstagabend zu mehreren Halloween-Partys ausgerückt, um für Ruhe zu sorgen. Den größten Einsatz hatten die Beamten in Allermöhe, wo sich auf dem Fleetplatz rund 200 Jugendliche versammelt hatten. Aus der Menge heraus seien Böller gezündet und Eier auf die Polizisten geworfen worden, sagte ein Sprecher des Lagedienstes dem Abendblatt. Im Anschluss hätten sich die Jugendlichen ein "Katz-und-Maus-Spiel" mit der Polizei geliefert.

In Bahrenfeld kam es zu einem Messerangriff, nachdem Jugendliche in der Sibeliusstraße Eier auf die Fensterscheibe einer Wohnung geworfen hatten. Die Bewohner, ein 20-Jähirger und sein 15 Jahre alter Begleiter, kamen wutentbrannt aus dem Gebäude und wollte die Jugendlichen zur Rede stellen. Dabei geriet der 15-Jährige ins Visier der Werfer. Einer von Ihnen zog ein Messer und griff an. Der 15-jährige konnte den Stichbewegungen zwar ausweichen, wurde jedoch mit Fäusten traktiert und schwer verletzt. Er erlitt eine Gehirnerschütterung.

Randale gab es auch in Harburg und in Mümmelmannsberg, wo einige Jugendliche ebenfalls Feuerwerkskörper zündeten. In Harburg soll es laut Lagedienst auch zu kleineren Sachbeschädigungen gekommen sein.