Hamburg

Commerzbank-Angestellte verhindert Trickbetrug in Bergedorf

Ein Filiale der Commerzbank (Symbolfoto).

Ein Filiale der Commerzbank (Symbolfoto).

Foto: picture alliance

90-Jährige sollte für Betrüger 40.000 Euro abheben. Doch die Täter hatten nicht mit einer aufmerksamen Mitarbeiterin gerechnet.

Hamburg. Manchmal reicht schon eine aufmerksame Mitarbeiterin, um dreisten Trickbetrügern das Handwerk zu legen: Eine besonnene Angestellte der Commerzbank hat am Donnerstag verhindert, dass eine Rentnerin um ihr Erspartes gebracht wurde.

Die 90-jährige Bergedorferin hatte Anrufe von angeblichen Kriminalbeamten aus Bremen und Hamburg erhalten, die behaupteten, dass ihr Konto leergeräumt werden solle. Daraufhin fuhr die Frau in einem Taxi zu ihrer Bank in der Bergedorfer Innenstadt. Als sie dort am Schalter knapp 40.000 Euro abheben wollte, wurde die Bankangestellte misstrauisch und alarmierte die Polizei.

Die Maschen der Betrüger

Anlässlich der jüngsten Tat warnt die Hamburger Polizei generell vor Trickbetrügern. Die Maschen der Kriminellen, die ältere Menschen um ihr Erspartes bringen wollen, sind vielfältig. Melden sie sich telefonisch, geben sie sich meist als Polizei- oder Kriminalbeamte aus. Durch gezieltes Hinterfragen wird versucht, Erkenntnisse über das Vorhandensein und die Aufbewahrungsorte von Geld und Wertgegenständen zu erlangen.

Häufig gibt es dabei Hinweise auf angeblich festgenommene Einbrecher, bei denen sensible Daten der jeweils Angerufenen gefunden worden seien. Es wird in Aussicht gestellt, jemanden zu schicken, der Geld und Wertgegenstände übernehmen und in Sicherheit bringen soll.

Auch die in dem Fall der Bergedorferin benutzte Masche ist eine, die bei den Tätern sehr beliebt ist. Es wird versucht, das Vertrauen der älteren Menschen in teils langjährig bekannte Sparkassen- oder Bankmitarbeiter zu erschüttern, meist mit dem Vorwurf, sie seien korrupt und das Geld sei nicht mehr sicher.

Die wichtigsten Tipps und Hinweise:

  • Wenn die Polizei anruft, erscheint niemals die Rufnummer 110 im Display.
  • Polizeibeamte fordern am Telefon nicht zur Über- bzw. Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen auf.
  • Sie befragen Bürger am Telefon auch nicht zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen. Schon gar nicht befragen Polizeibeamte Menschen zu ihren Geldverstecken.
  • Beamte warnen am Telefon nicht vor korrupten Bank- oder Sparkassenmitarbeitern, die es auf die Vermögenswerte auf dem Konto oder im Schließfach abgesehen haben.