Poppenbüttel

Vermisste Studentin Jessica R. wieder aufgetaucht

Die 21-Jährige war zum Zeichnen in den Wald gegangen. Am Sonnabendnachmittag erklärte sie der Polizei den Grund ihres Verschwindens.

Hamburg/Neu Wulmstorf. Die verschwundene Kunststudentin Jessica R. ist wieder aufgetaucht. Das hat das Lagezentrum der Hamburger Polizei dem Abendblatt bestätigt. Demnach habe sich die 21-Jährige am Sonnabend gegen 17.50 Uhr wohlauf bei einer Polizeistation in Neu Wulmstorf gemeldet. Sie habe angegeben, dass die Gründe für ihr Verschwinden im privaten Bereich gelegen hätten und keine Straftat vorliege.

Zuvor war die Mordkommission in die bisherigen Ermittlungen eingestiegen. Am Morgen hatten Beamte die Spur mit einem Mantrailer aufgenommen. Personspurhündin "Christl", zwei Jahre alt, hatte die Ermittlerinnen vom Wohnort der Vermissten in Poppenbüttel bis zu einer Edeka-Filiale an der Harksheider Straße geführt. Die Suche nach der 21-Jährigen, die an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften studiert, war zunächst ergebnislos geblieben.

Die junge Frau hatte ihrem Vater am Montagmittag in einer Kurznachricht geschrieben, sie wolle zum Zeichnen in den Wald gehen, genauer ins Naturschutzgebiet Wittmoor in Duvenstedt, vermuteten Angehörige. Seitdem war sie vermisst worden.

Vater von Jessica R. bat auf Facebook um Hinweise

Bereits am Donnerstag war die Polizei mit Mantrailern im Wittmoor unterwegs, am Freitag suchten dort 40 Beamte nach der jungen Frau und befragten Menschen in der Umgebung. Eine Besatzung des Polizeihubschraubers "Libelle" suchte die Gegend derweil mit einer Wärmebildkamera aus der Luft ab.

Auf Facebook rief Christian R. mit einem Foto seiner Tochter dazu auf, Ausschau nach ihr zu halten. Dazu veröffentlichte er eine detaillierte Beschreibung ihres Aussehens und der Kleidung, die sie am Tag ihres Verschwindens getragen hatte, sowie ihres Dialekts.