Farmsen-Berne

Schneller, als die Polizei sich traut: BMW-Raser gestoppt

Polizeioberkommissar Tobias Hänsch bei einer Pressekonferenz zur Jahresbilannz der Kontrollgruppe Auoposer (Archivbild). im Hintergrund ein BMW M1, wie ihn der Raser in Farmsen-Berne fuhr.

Polizeioberkommissar Tobias Hänsch bei einer Pressekonferenz zur Jahresbilannz der Kontrollgruppe Auoposer (Archivbild). im Hintergrund ein BMW M1, wie ihn der Raser in Farmsen-Berne fuhr.

Foto: Georg Wendt / picture alliance/dpa

Der junge Hamburger fuhr mit weit mehr als 200 km/h – und so waghalsig, dass es selbst den Beamten zu brenzlig wurde.

Hamburg. Das war selbst der Polizei zu gefährlich. Weil ein 20-Jähriger mit geschätzt wahnwitzigen „250 Sachen“ in einem BMW durch das nächtliche Farmsen-Berne raste, brachen Zivilfahnder eine Verfolgung ab.

Das Fahrzeug konnte nach Angaben der Polizei vom Donnerstag trotzdem wenig später gestoppt werden. Am Steuer saß demnach ein Fahranfänger, der seinen Führerschein auf Probe hatte. Auf dem Berner Heerweg war den Polizisten um kurz vor 3 Uhr der BMW aufgefallen. Der Fahrer war mit dem 340 PS starkem Modell der M-Klasse mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Die Beamten versuchten den Wagen einzuholen. Doch der war, wie es von der Polizei heißt, mit einem Tempo von „weiter über 200“ unterwegs.

„Zur Verhinderung einer Gefährdung Dritter wurde die Verfolgung abgebrochen“, sagte Polizeisprecher René Schönhardt. Über Funk hatten die Fahnder aber durchgegeben, um was für ein Fahrzeug es sich handelt. Andere Polizeifahrzeuge schalteten sich in die Fahndung nach dem Wagen ein.

Auch der Besitzer saß im Fahrzeug

Tatsächlich wurde der BMW schon nach dreieinhalb Kilometern entdeckt. Im Bereich der Straße Karlshöher Weg konnte der Wagen gestoppt werden, nachdem er wegen der engeren Straße dort deutlich abbremsen musste. Der Fahrer wurde aus dem Wagen geholt. Im Fahrzeug entdeckten die Beamten einen griffbereiten Schlagstock. Im Fahrzeug saß auch der Besitzer (61). Er hatte Geburtstag gehabt und den 20-Jährigen an das Steuer des Wagens gelassen.

Dessen Fahrweise wurde als "Illegales Autorennen“ eingestuft. Das ist nach einer Gesetzesänderung auch möglich, ohne dass ein zweites Fahrzeug beteiligt ist, und ist eine Straftat. Als die Polizisten deshalb nicht nur den Führerschein des 20-Jährigen beschlagnahmten, sondern den BMW als Tatmittel sicherstellten, soll der Eigentümer sehr „ungehalten“ reagiert haben.