Cock Sparrer

Konzert einer englischen Skinhead-Band im Knust eskaliert

Die englische Band Cock Sparrer spielte am Sonnabend im Knust (Archivbild)

Die englische Band Cock Sparrer spielte am Sonnabend im Knust (Archivbild)

Foto: picture alliance / Jazzarchiv / Rainer Merkel

Schlägerei beim Cock-Sparrer-Auftritt auf St. Pauli. Vermummte versammelten sich vor dem Lokal, es flogen Glasflaschen.

Hamburg.  Das ausverkaufte Konzert der englischen Skinhead-Band Cock Sparrer, einer der ersten und berühmtesten Oi!-Bands, im Knust am Neuen Kamp (St. Pauli) hat am Sonnabendabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Es kam zu einer Schlägerei, draußen versammelten sich vermummte Personen, es flogen Glasflaschen Richtung Polizei.

Bereits kurz nach Einlassbeginn um 21 Uhr gerieten mehrere Konzertbesucher im Knust aneinander. „Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der ein Mann verletzt wurde“, sagte Polizeisprecherin Heike Uhde am Sonntag. Polizei und Rettungskräfte wurden gegen 21.15 Uhr alarmiert. Während des Einsatzes wurden die Beamten auf weitere Streitereien zwischen mehreren Personen vor dem Lokal aufmerksam. Nach Angaben der Polizei hatte sich gegen 21.30 Uhr zudem eine größere Gruppe vor dem Knust versammelt, von der einige Personen vermummt waren.

Beamte wurden sichtbar an verschiedenen Standorten postiert

Aus diesem Grund wurden „diverse Einsatzkräfte“, wie Polizeisprecherin Uhde sagte, zu dem Laden geschickt, „um Weiterungen zu unterbinden“. Nur eine Viertelstunde später eskalierte die Situation vor dem Knust erneut: Es wurden Flaschen in Richtung der Rettungs- und Polizeieinsatzkräfte geworfen. Verletzt wurde niemand.

Um 22.09 Uhr hatte sich die Situation laut Polizei beruhigt. Auch im Konzertsaal hatte sich die Lage wieder entspannt. Polizeibeamte wurden sichtbar an verschiedenen Standorten nahe des Lokals und auch in den angrenzenden Straßenzügen postiert.

Fünf Personen wurden verletzt

Die 1972 gegründete Band Cock Sparrer betrat gegen 22.15 Uhr die Bühne und konnte ungestört ihr Konzert geben, das um 23.36 Uhr regulär endete. Anschließend verließen die Zuhörer das Knust nach und nach. Um 00.21 Uhr war der Einsatz beendet.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden fünf Personen verletzt. Darunter befinden sich keine Polizisten. „Es erfolgten Identitätsfeststellungen und zwei Tatverdächtige konnten identifiziert werden“, so Heike Uhde. Die Ermittlungen, vor allem zum Ablauf und zu den Hintergründen der einzelnen Auseinandersetzungen, dauern an.