Altona-Nord

Gasalarm – Feuerwehr evakuiert mehrere Häuser

Löschfahrzeuge der Feuerwehr beim Ausrücken aus einer Feuerwache (Symbolbild)

Löschfahrzeuge der Feuerwehr beim Ausrücken aus einer Feuerwache (Symbolbild)

Foto: imago stock / imago/snapshot

Möglicherweise hatte ein Kurzschluss zu dem Leck in der Leitung geführt. Neun Bewohner sind vorerst ohne Zuhause.

Hamburg.  Eine defekte Gasleitung hat in der Nacht zum Freitag die Bewohner mehrerer Häuser in der Eggerstedtstraße (Altona-Nord) um den Schlaf gebracht. Punkt Mitternacht alarmierten Bewohner Polizei und Feuerwehr, weil sie starken Gasgeruch feststellten, auch Experten von Stromnetz und von Gasnetz Hamburg wurden hinzugezogen.

Erste Messungen der Feuerwehr bestätigten einen Gasaustritt: Sie ergaben eine Konzentration von 2,5 Volumenprozent. Daraufhin seien das betroffene und die unmittelbar benachbarten Häuser evakuiert worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Mehr als 40 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, sie wurden in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr untergebracht und betreut.

Haus vorübergehend unbewohnbar

Ein Bautrupp grub den Gehweg auf, unter dem das Leck schließlich ausfindig gemacht werden konnte. Es wurde umgehend abgedichtet. Vermutlich hatte ein Kurzschluss in der Hausanschlussleitung zu einem sogenannten Rückschlag geführt, der die Edelstahlhülle einer Gasleitung beschädigt hatte. Das austretende Gas hatte sich über sämtliche Stockwerke des Altbaus ausgebreitet.

Trotz ausgiebiger Lüftung blieben die Gaswerte in dem Haus so groß, dass es für vorübergehend unbewohnbar erklärt wurde. Die neun betroffenen Bewohner sind laut Polizei kurzfristig bei Freunden und Bekannten untergekommen. Die Energieversorgung des Hauses wurde sicherheitshalber vollständig unterbrochen. Die Bewohner der benachbarten Häuser konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Nach einer Begehung am Freitag soll entschieden werden, ob das Haus wieder bewohnbar ist. Die Eggerstedtstraße blieb für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt.