Hamburg

Einbrecher liefern sich wilde Verfolgungsjagd mit Polizei

Ein Einbruch, etliche Straftaten und mehrere gerammte Autos: So eine Flucht erlebt Hamburg wohl auch nicht alle Tage.

Hamburg.  Überfahrene rote Ampeln, ein gerammter Bus, ein verschreckter Postbote und am Ende die Flucht zu Fuß: Die Hamburger Polizei hat eine wilde Verfolgungsjagd mit etlichen Verstößen quer durch das Stadtgebiet hinter sich. Schließlich konnten ein 35-Jähriger und seine 41-jährige Komplizin festgenommen werden.

Alles begann am Donnerstagmorgen gegen 3 Uhr mit einem Wohnungseinbruch in der Altonaer Altstadt, nach dem das Pärchen offenbar einen Skoda gestohlen hatte. Mit diesem Wagen rammten die Kriminellen gegen 8:05 Uhr einen Linienbus an der Stresemannstraße – Auslöser der Verfolgungsjagd.

Linienbus auf Stresemannstraße gerammt

Denn erst dadurch wurde die Polizei auf die Täter aufmerksam – die Hatz durch die Stadt nahm ihren Lauf. Dabei wurde der Skoda von einem Streifenwagen in der Willy-Brand-Strand Straße gesichtet.

Statt anzuhalten, ignorierte der Fahrer das Blaulicht, trat aufs Gas und bretterte über mehrere rote Ampeln. Mehrfach wechselte er die Fahrspuren, wich Hindernissen aus und schrammte haarscharf an Unfällen vorbei, bevor der Wagen an der Altmannbrücke mit einer Verkehrsinsel und einem Mercedes Vito kollidierte.

Postbote rettet sich mit Sprung

Dennoch ging es weiter Richtung Kurt-Schumacher-Allee. Auf dem Weg rammte der Fahrer zwei an einer roten Ampel wartende Autos. Ein Postbote und eine Fußgängerin auf der Kreuzung wurden durch den Krach gewarnt, sie retteten sich mit einen Sprung zur Seite. Die Karre des Postzustellers wurde zu Schrott gefahren.

Der inzwischen nicht mehr fahrbereite Skoda kam danach zum Stehen, die Insassen flüchteten zu Fuß weiter zum Hauptbahnhof, konnten jedoch nach kurzer Verfolgung durch Polizisten gestellt und um 8.55 Uhr vorläufig festgenommen werden.

Täter hatte Alkohol und Drogen im Blut

Ersten Ermittlungen zufolge hatten die beiden Täter Autoschlüssel und Wagen beim Wohnungseinbruch entwendet. Schon beim Ausparken rammten sie einen geparkten Opel Astra. Kein Wunder: Der 35-Jährige stand unter dem Einfluss von Alkohol- und Betäubungsmitteln, eine Fahrerlaubnis konnte er auch nicht sein Eigen nennen.

Gegen die 41-Jährige lag ohnehin ein Haftbefehl wegen Diebstahls vor, welcher vollstreckt wurde. Der gestohlene Skoda ist ein Totalschaden. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.