17-Jähriger zündet Gefängniszelle in Hahnöfersand an

Hamburg. Bei einem Brand in einer Zelle der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hahnöfersand ist am Donnerstagabend ein 17-Jähriger leicht verletzt worden. Der minderjährige unbegleitete Flüchtling aus Marokko hatte das Feuer selbst gelegt. Er konnte von Justizvollzugsbeamten gerettet werden, bevor er eine Rauchgasvergiftung erlitt. Warum der Jugendliche die Flammen entzündete, ist noch unklar.

Wie das Abendblatt erfuhr, hatte der 17-Jährige, der wegen Einbrüchen in Haft sitzt, seine Matratze und andere Gegenstände gegen 21.30Uhr vor der Eingangstür aufgetürmt und mit einem Feuerzeug angezündet. Obwohl sie schwer entflammbar sein soll, fing die Matratze Feuer. 20 Minuten später entdeckten zwei Justizbeamte Qualm, der durch die Zellentür auf den Flur drang.

Die Beamten kühlten die heiße Zellentür mit Wasser, öffneten sie und löschten einen Teil der Flammen, sodass der 17-Jährige aus seiner Zelle kommen konnte. Er wurde mit einem Krankenwagen in das sogenannte Zentralkrankenhaus, das Vollzugskrankenhaus in der Untersuchungshaftanstalt am Holstenglacis, gebracht und verarztet. Er trug eine Brandblase am Nacken davon. Die Zelle ist durch die Brandschäden nicht mehr benutzbar. Die JVA bei Jork umfasst den Jugendvollzug, eine Jugendarrestanstalt und ein Frauengefängnis.