Robin Wood

Aktivisten blockieren Waggons mit Uran-Erz bis in die Nacht

Im Hafen protestierten die Umweltschützer der Gruppe „Robin Wood“ gegen den Transport des radioaktiven Materials. Sie blockierten die Weiterfahrt an der Hafenbahn. Acht Aktivisten in Gewahrsam genommen.

Hamburg. Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood haben am Montag im Hamburger Hafen einen Transport von 15 Containern mit uranhaltigem Erz behindert. Etwa zehn Menschen hätten sich auf die Gleise gesetzt, berichtete ein Polizeisprecher.

Nach Angaben von Robin Wood spannten die Demonstranten ein Transparent über den Transportweg mit der Forderung „Stopp Atomtransporte“. Sie forderten Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) auf, die Transporte von radioaktivem Material durch den Hafen zu verbieten. Den Aktivisten zufolge stammt das Uran aus Kasachstan oder Usbekistan und soll nach Frankreich geliefert werden.

Kurz vor 1 Uhr am Dienstagmorgen brachte die Polizei die letzten beiden Demonstranten weg. „Sie waren auf Bäume geklettert und hatten Seile über die Gleise gezogen“, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Die Beamten hatten acht Menschen in Gewahrsam genommen, wenig später allerdings wieder freigelassen. Gegen 2 Uhr morgens konnte der Zug mit über sieben Stunden Verspätung wieder losfahren.